29. SSW | In der Schwangerschaft auf das Baby vorbereiten

Hallo ihr Lieben!

Heute erzähle ich euch, wie ihr euch in der 29. Schwangerschaftswoche am besten mental auf das Baby vorbereitet.

Wir sind jetzt im letzten Schwangerschaftsdrittel, ein weiterer Meilenstein. Herzlich Willkommen im achten Monat 🙂

Damit sind wir eigentlich schon auf der Zielgeraden zu unserem Baby. Es ist ein guter Zeitpunkt, um einmal zu schauen, ob alles so verläuft, wie man sich das selber wünscht. Ob alles so aufgeräumt ist und bereit ist für das Baby. Ich habe in jeder Schwangerschaft immer an einem Punkt festgestellt: Mensch da sind doch ein paar Dinge, die würde ich gerne verändern. Es gibt ein paar Dinge, die würde ich gerne klären, aufräumen oder ausmisten. Das sind praktische Dinge, aber auch Dinge die über das Praktische hinaus gehen, einfach um dem Baby den Weg zu eben.

Daraus habe ich jetzt aus meinen letzten Schwangerschaften eine persönliche "Best-of" Liste von Dingen entwickelt, die man einfach nochmal überdenken kann bevor das Baby kommt.

Heute verrate ich euch meine persönliche "Best-of" Liste:

Fangen wir einmal ganz praktisch an mit Fragen, die Dein zu Hause betreffen, dem Ort, in den das Baby hineingeboren wird.
Weisst Du, wo Dein Baby schlafen wird? Hast Du alles schon vorbereitet? Weisst Du schon den Raum, in dem Dein Baby sein wird? Das sind erst einmal so ganz grobe Sachen. Das beinhaltet die Möbel und alles was Du für Dein Baby brauchst. Die Erstlingsausstattung hatten wir ja schon besprochen.

Dann gehts aber darüber hinaus um die Ordnung. Ich will jetzt nicht sagen, dass jeder die perfekt aufgeräumte Wohnung haben soll, aber eine gewisse Ordnung im Haus bedeutet auch gleichzeitig Ordnung im Kopf. Das klingt vielleicht erst einmal komisch, wenn man das nicht kennt, aber vielleicht kennt man das ja, dass man aufräumt und sauber macht und dass man sich dabei total gut fühlt und selber sauber und aufgeräumt fühlt.

Ich finde es befreiend, wenn man sich an Chaos Ecken heranwagt. Jeder hat Mal irgendwo eine Chaos Ecke und die zu beseitigen, die aufzuräumen, schafft irgendwie eine Struktur, die es Dir ermöglicht, frei zu sein für andere Dinge.

Zum Beispiel: ich habe einen riesigen Berg an Schminke. Ich horte Schminke. Teilweise Schminke, die ich gar nicht mehr benutze. Es ist unübersichtlich. Wenn ich mich morgens schminke und ich will einen Lippenstift haben, bin ich teilweise fünf Minuten damit beschäftigt, die richtige Farbe zu finden. Und warum? Weil ich da teilweise vier Jahre alte Lippenstifte habe, die schon ranzig sind und die ich nicht brauche und nicht mehr benutze. Aber sie hindern mich morgens dabei, mich schnell fertig machen zu können.

Wenn ich mich jetzt also an meinen Schminkberg heranwage - was als nächstes auf meiner To-do Liste steht - werde ich hinterher wahrscheinlich nur noch eine Hand voll Produkte haben, die ich brauche und die ich liebe. Das macht es mir morgens leichter, meine Struktur zu finden und mich schnell fertig zu machen. Das dauert sicher ein bis zwei Stunden und es wird sicher auch Spass machen. Das ist zugegeben ein sehr abstraktes Beispiel zum Thema "Chaos Berge beseitigen".

Ein anderes Beispiel: Mein Vorratsschrank in der Küche ist voll mit Lebensmitteln. Lebensmittel, die ich teilweise vor Jahren einmal gekauft habe. Davon ist wahrscheinlich schon die Hälfte abgelaufen. Der Schrank ist ein hoher Schrank. Um an die oberen Fächer zu kommen, muss ich auf eine Leiter klettern. Auf die Leiter klettere ich nie, deswegen benutze ich die Sachen, die dort oben sind auch nicht. Ich wette, wenn ich da demnächst hinauf klettere, werde ich wahrscheinlich Tomatensoßen entdecken, die schon zwei Jahre abgelaufen sind. Der Schrank ist eigentlich ein Vorratsschrank, mit dem man gar nicht viel anfangen kann. Er hilft einem nicht beim Kochen und der Inhalt ist einfach nur Chaos.

Das sind so Sachen, die kann man beseitigen und da kann man sich einfach eine Liste machen von kleinen Chaos Bergchen in der Wohnung, die es sich lohnt aufzuräumen.

Passend dazu: Sachen weggeben. Verschenken, verkaufen, ausmisten. Das können Kleidungsstücke sein, die man eigentlich nie anzieht, die aber Platz im Kleiderschrank wegnehmen. Das kann irgendwelches Gerümpel sein, das man in Ecken herumstehen hat, sei es die achtzehnte Vase, die im Regal als Dekoration dienen soll und man merkt, dass man sie weder schön noch sonst etwas findet. So ist eigentlich nach einer Weile, wenn man wo wohnt, das Haus voll von Dingen, die sich angesammelt haben, mit denen man aber nichts anfangen kann. Und das fühlt sich gut an, wenn man Mal sagt: Weg damit! Einfach verschenken, verkaufen, weggeben, spenden oder was auch immer. Das habe ich in jeder Schwangerschaft so gemacht, deswegen habe ich relativ wenig "Gerümpel", aber es ist trotzdem immer toll, wenn ich einige Sachen weggebe.

Und dann gibt es so Sachen, die hat eigentlich jeder in seinem Leben. Dinge, die man ändern möchte und die man ewig vor sich herschiebt und dann doch nie tut. Es wäre jetzt ein guter Zeitpunkt die Sachen jetzt mit Elan in Angriff zu nehmen, weil wenn das Baby erstmal da ist, hat man keine Zeit mehr.

Das können so Sachen sein, wie Stromanbieter wechseln, oder den Handy-Vertrag. Vielleicht hast Du ja einen alten Handy-Vertrag und willst seit Ewigkeiten den Handy-Vertrag ändern, weil Du einfach nicht unbegrenzt surfen kannst, aber trotzdem viel mehr zahlst als all Deine Freunde. Oder ein anders Beispiel: Ich bekomme seit Wochen Post vom Schwimmclub, wo mein Sohn einfach nicht mehr hingeht und ich muss ihn jetzt da abmelden. Ich habe mir das fest vorgenommen, ihn jetzt diese Woche noch da abzumelden. Denn nur weil ich es aufschiebe ändert sich der Zustand ja nicht und ich muss trotzdem die Gebühr weiter zahlen.

Und so gibt es Kleinigkeiten, die man vor sich herschiebt und die einem auch Chaos im Kopf machen, weil eigentlich sollen wir ja, wenn das Baby kommt, frei im Kopf sein.

Das waren jetzt erst einmal praktische Tipps. Aber da gibt es ja auch noch andere Bereiche im Leben wo man eventuell das ein oder andere "aufräumen" kann. Da würde ich jetzt gern einmal mit dem Thema Freundschaften anfangen. man hat in der Regel enge Freunde und weiter entfernte Freunde und dann hat man in der Regel viele Bekannte. In meiner ersten Schwangerschaft habe ich festgestellt, dass in meinem Bekanntenkreis relativ viele Leute sind, die mir nicht so gut tun. Da waren zum Beispiel viele, die immer nur Party machen wollten und auch enttäuscht waren, wenn ich keinen Alkohol mittrinken mochte. Dann gab es da auch jemanden, den ich zwar sehr mochte, aber er wollte immer von mir Geld geliehen haben und das war dann immer ein Problem, es zurück zu bekommen. Diese "Freundschaft" hat sich nicht richtig gut für mich angefühlt. Damals hatte ich auch eine "Freundin", die zwar nie für mich da war, aber immer ihr grosses Leid geklagt hat und dafür viele Stunden in Anspruch genommen hat. Umgekehrt wäre ich nie auf die Idee gekommen mit ihr über meine Probleme zu reden, weil sie selbst einfach so viele Probleme hat. Das sind alles Menschen, die braucht man als Mutter nicht unbedingt im näheren Umfeld.

Für solche Menschen hat man weder die Kapazitäten noch die Zeit und auch nicht die Nerven. Man braucht die eigene Stärke für sich und für seine Familie . Für mich war das damals so, dass ich mich von einigen Leuten getrennt habe und zwar gar nicht im Bösen. Ich habe mich einfach innerlich distanziert und aufgehört sie eng in mein Leben zu lassen. Meine Schwangerschaft hat die Prioritäten verändert. Das tat zwar am Anfang etwas weh, weil man sein Leben ja schätzt und liebt, wie es gerade ist. Letztendlich hat mir aber gerade das gut getan.

Das habe ich dann auch in allen weiteren Schwangerschaften so gemacht, dass ich mir überlegt habe, wer sind die Freunde, die ich um mich habe? Sind es gute Freunde? Sind es echte Freunde? Tun sie mir gut? Passen sie zu meiner Familie? Oder ist da vielleicht doch wieder jemand dabei, der mir eigentlich nur meine Energie nimmt und mich runter zieht und vielleicht doch nicht so der richtige, echte Freund ist. Das ist jetzt in der 29. SSW eine gute Zeit, sich darüber Gedanken zu machen.

Ebenfalls aufräumen kann man, indem man sich mit Leuten aussöhnt. Also einen Streit, der zwischen zwei Menschen im Raum steht, der fühlt sich nicht gut an. Irgendwie belastet einen sowas. Man möchte ja, wenn man mit seinem Baby neu zusammen ist, ja eigentlich nichts im Kopf haben, was irgendwie belastet. Ich hatte einmal einen ziemlich blöden Streit mit einer eigentlich guten Freundin und ich hab da auch einen großen Fehler gemacht. Ich habe ihr dann in der zweiten Schwangerschaft einen ganz langen Brief geschrieben. Es war mir wirklich wichtig, mich wieder mit ihr zu vertragen oder zumindest zu entschuldigen. Leider hat sie die Entschuldigung nicht angenommen, aber für mich hat es sich gut angefühlt, diesen Schritt getan zu haben. Danach konnte ich loslassen und abschliessen. Ich hörte auf mir Vorwürfe zu machen, dass ich es nicht zumindest versucht habe.

Manche haben Konflikte innerhalb der eigenen Familie. Eine Schwester, mit der sie seit Jahren nicht geredet haben oder einen Vater, zu dem sie keinen Kontakt mehr haben. Die Zeit während der Schwangerschaft ist ein schöner Zeitpunkt sich mit Leuten auszusöhnen, die einem wichtig sind oder zumindest den Versuch zu starten.

So ihr Lieben, ich hoffe es war die eine oder andere Anregung dabei, zugegeben, das waren jetzt sehr persönliche Sachen. Vielleicht wollt ihr ja das ein oder andere umsetzen. Vielleicht habt ihr aber auch ganz andere Tipps, die ich hier überhaupt nicht bedacht habt.

Über eure und Tipps freu ich mich.

28. SSW | Rhesusfaktor negativ

Heute möchte ich mit euch über unser Blut reden. Genauer gesagt über den Rhesusfaktor, genannt auch Faktor D. Das sind kleine Proteine, die auf den roten Blutkörperchen sitzen und wenn die fehlen, dann ist man rhesus-negativ und wenn die da sind, ist man rhesus-positiv.

Etwa nur 18 - 20 % der europäischen Frauen sind rhesus-negativ, aber ich gehöre dazu und deswegen muss ich in meinen Schwangerschaften ein paar Dinge beachten. Das ist auch ganz WICHTIG, dass man die beachtet und darum reden wir heute darüber.

Im Alltag spielt das keine Rolle und eigentlich spielt es auch keine Rolle, wenn eine rhesus-negative Frau mit einem rhesus-negativen Mann ein Baby bekommt. Dann ist das Baby rhesus-negativ und alles ist gut.

Aber ein Problem gibt es, wenn eine rhesus-negative Frau von einem rhesus-positven Mann ein Kind bekommt. Denn dann ist die Wahrscheinlichkeit relativ hoch, dass das Baby rhesus-positiv ist. Während der Schwangerschaft spielt das keine Rolle.

Bei der Geburt kann es passieren, dass sich die Blutkreisläufe der Mutter und des Babys vermischen und dann bildet die Mutter Abwehrstoffe gegen das rhesus-positive Blut des Babys. Und dagegen muss man etwas tun.

Fuer das erste Baby ist das noch kein Problem. Erst nach der Geburt bildet der Körper der Mutter Antikörper gegen rhesus-positive rote Blutkörperchen. Wenn sie dann erneut schwanger wird mit einem rhesus-positiven Baby, können diese Antikörper über die Plazenta zum Baby gelangen. Dort können sie dann die roten Blutkörperchen zerstören. Das hat dann natürlich ganz schlimme Folgen für das Ungeborene. Bis hin zum Tod, Todgeburten.

Übrigens: Bis vor 60 Jahren haben Frauen mit rhesus-negativen Blut, die mit rhesus-positiven Männern schwanger wurden, tatsächlich nur ein Baby bekommen und alle weiteren sind entweder im frühen Kindesalter oder schon im Mutterleib gestorben. Weil man das mit dem Rhesusfaktor einfach noch nicht wusste.

Aber Dank der modernen Technik heutzutage ist das Alles überhaupt kein Problem mehr.

Wir rhesus-negativen Frauen bekommen einfach zwischen der 28. und der 36. Schwangerschaftswoche eine Anti-D Prophylaxe gespritzt. Damit können wir auch so viele Kinder bekommen wie wir wollen. Diese Spritze muss man bei jeder Schwangerschaft erneut gespritzt bekommen.
Und auch bei jeder Fehlgeburt! Jedes Mal, wenn sich die Blutkreisläufe vermischen, braucht man diese Prophylaxe.

Aber, ganz ehrlich? Was ist schon eine kleine Spritze, wenn man im Gegenzug dafür ein gesundes Kind hat.

27. SSW | Richtig schlafen in der Schwangerschaft

Noch kann ich es mit Make-up verbergen: Seit einigen Nächten habe ich gefühlt überhaupt nicht geschlafen. Ich bin ziemlich gerädert, doch in einer Schwangerschaft gehört es wohl einfach dazu, hin und wieder Schlafprobleme zu haben. Deshalb möchte ich heute etwas ausführlicher darüber berichten.

Noch ganz kurz zur 27. Schwangerschaftswoche. Der kleine Krümel wiegt jetzt schon 1 Kilo und das ist ja schon ein ganz schöner Meilenstein. Ausserdem ist er fleissig am toben und hat ganz oft Schluckauf.

Einschlafen ist schwer, durchschlafen ist schwer, morgens lange schlafen ist schwer - insbesondere, wenn es draußen heiß ist. Bei mir hat das ganz viel mit der Schlafposition zu tun. Wer gerne auf dem Bauch schläft, hat das Problem schon seit ein paar Monaten. Ich liebe es, auf dem Rücken einzuschlafen, was nun seit ein paar Wochen nicht mehr gut geht. Wenn ich auf dem Rücken liege, drückt das ganze Gewicht der Gebärmutter auf die untere Hohlvene, was dafür sorgt, dass ich Kreislaufprobleme bekomme. Das klingt nun ein bisschen banal, aber es fühlt sich an, als würde ich ersticken, wenn ich versuche, auf dem Rücken zu schlafen. Ich muss mich dann schlagartig aufsetzen, ans Fenster gehen und frische Luft einatmen. Rückenschlafen geht also mit voranschreitender Schwangerschaft nicht mehr.
Bleiben also nur noch die Seitenlagen übrig. Viele wissen gar nicht warum, machen es aber instinktiv: Es ist besser, auf der linken Seite zu schlafen. Denn rechts von der Wirbelsäule verläuft die Vena cava, die dafür sorgt, dass das Blut im Körper zurück zum Herzen fließt. Sie versorgt also dich und dein Baby mit Sauerstoff und Nährstoffen. Deswegen ist es angenehmer, auf der linken Seite zu schlafen, da so das Blut ungehindert fließen kann.
Von normalerweise vier Schlafpositionen - Bauchlage, Rückenlage, links, rechts - ist nur noch eine geblieben: die linke Seite. Es ist klar, dass man da mit dem Ein - und Durchschlafen Probleme hat.

Ebenfalls schwierig für das Einschlafen ist es, wenn man Sodbrennen bekommt. Seit ein paar Wochen bin ich fest mit im "Sodbrennen-Team". Das einzige, was dagegen hilft, ist abends nicht so spät zu essen. Das wiederum ist gar nicht so leicht. Ein Tipp, der helfen soll: ganz langsam und lange Haferflocken kauen. Wenn ich spät etwas gegessen habe, baue ich mir meine Kissen so auf, dass ich in einer halb sitzenden Position schlafe.

Zu den körperlichen Problemen kommt in der Schwangerschaft noch die seelische Verfassung, die einem beim Schlafen hinderlich sein kann: Heute Nacht hatte ich einen Albtraum darüber, dass ich mein Baby irgendwo vergessen habe, weshalb ich wach geworden bin und dann nicht mehr einschlafen konnte, da der Traum sehr real war. Solche Träume wecken Versagensängste und die Befürchtung, als Mutter nicht gut genug zu sein. Wenn das Gedankenkarussell in der Nacht startet, werden kleine Ängste riesengroß. Ich hatte das in allen Schwangerschaften und glaube, dass ich damit nicht alleine bin.
Ich habe mir angewöhnt, in diesem Fall aus dem Bett aufzustehen, da es nichts bringt, liegen zu bleiben und weiter nachzudenken - da das Ganze mit der Realität nichts zu tun hat. Es hilft mir, durchs Haus zu spazieren, vielleicht eine Milch mit Honig zu trinken - was sowieso ein Hausmittelchen ist, um besser ein- und durchzuschlafen - oder mir einen Tee zu machen, vielleicht etwas Lustiges zu lesen, was mich auf andere Gedanken bringt, oder mir eine Liste zu machen auf der steht, warum meine negativen Gedanken auf keinen Fall stimmen können.

Geteiltes Leid ist halbes Leid, wir müssen da alle durch! Hier ein paar kleine Tipps für besseren Schlaf:

- tagsüber viel bewegen, um abends erschöpft ins Bett zu sinken
- kühle Raumtemperatur, etwa 18°C
- kurz vor dem Schlafengehen nichts mehr essen
- richtige Liegeposition, auf der linken Seite
- vor dem Schlafengehen nicht fernsehen, Handy beiseitelegen, zur Ruhe kommen
- vollkommene Dunkelheit im Schlafzimmer, keine Geräte auf Stand-by

26. SSW | Ab wann Wehen und wie fühlen sie sich an?

Hallo ihr Lieben und herzlich willkommen in der 26. Schwangerschaftswoche!
Heute fange ich gleich mal mit einer Schwangerschaft-Demenzbeichte an: Ich hatte heute Morgen meinen Diabetes-Test beim Frauenarzt und habe ihn einfach verpennt. Schande über mein Haupt, aber ich habe noch zwei Wochen um diesen Test nachzuholen. Aber jetzt interessiert mich natürlich: Macht ihr alle diesen Diabetes-Test? Ich möchte wirklich gerne eure Meinung dazu wissen! Aber lasst uns zur 26. Schwangerschaftswoche kommen.

Erstmal zum Bodycheck: 84 cm habe ich jetzt schon.

Bei mir haben jetzt auch die Übungswehen angefangen. In den anderen Schwangerschaften kamen sie auf jeden Fall früher, aber bei mir ist es jetzt eben in der 26. Schwangerschaftswoche so weit. Übungswehen sind ganz harmlose Wehen, die auch nicht schmerzhaft sind. Sie kommen unregelmäßig und du erkennst sie daran, dass der Bauch für einen kurzen Moment hart wird und vielleicht ein bisschen kribbelt. Man kann am besten auf Übungswehen reagieren, indem man seine Tätigkeit kurz unterbricht, vor allem, wenn es gerade anstrengend ist. Übrigens: Womit man diese Übungswehen auf keinen Fall verwechseln darf, sind Vorwehen. Die sollten erst circa vier Wochen vor der Geburt einsetzen und sind leicht schmerzhaft. Es zieht und man hat das Gefühl, das Baby drückt auf die Blase. Falls diese Wehen schon jetzt bei dir einsetzen, solltest du vielleicht mit deinem Arzt mal darüber reden. Ich will keinem Angst machen, aber man kann im Zweifel lieber einmal zu viel zum Arzt gehen, um Unsicherheiten aus dem Weg zu räumen. Auch, wenn es noch nicht so richtig in diese Woche passt, frühstücken wir das Thema jetzt einfach komplett ab. Es gibt noch die Senkwehen. Die kommen auch circa vier Wochen vor der Geburt, meist zusammen mit den Vorwehen. Diese Wehen sorgen dafür, dass das Baby nach unten gedrückt wird.

Jetzt gerade ist das Baby viel weiter oben, das merkt man am kleinen Magen und am schweren Atmen. Sobald die Senkwehen einsetzen, merkt man auch schon, wie im Oberkörper wieder mehr Platz da ist. Senkwehen erkennt man daran, dass sie schon schmerzhaft sind. Lasst euch aber keine Angst machen, das ist alles auszuhalten! Jetzt noch kurz etwas zu Frühwehen. Sie leiten die Geburt dann tatsächlich ein und sollten nicht vor der 36. Schwangerschaftswoche einsetzen. Starke Rückenschmerzen sind da auch völlig normal, genauso eventuell vorkommender Ausfluss oder Blut. Dann gibt es noch die Eröffnungswehen. Auch sehr schmerzhaft und hat man direkt vor der tatsächlichen Geburt. Spätestens dann sollte man sich auf den Weg ins Krankenhaus begeben. Am unangenehmsten sind wohl die Presswehen. Mir tut jetzt schon alles weh, wenn ich nur daran denke. Sobald die Geburt vorbei ist, folgen die Nachwehen, wobei die Plazenta ausgeschieden wird. Bei meiner ersten Geburt war ich darauf gar nicht vorbereitet und sogar richtig überrascht. Das tut nicht besonders weh, es ist ja sowieso alles sehr geweitet und du bist voll mit Glückshormonen.

So, ich hoffe, ich habe euch jetzt nicht allzu sehr gequält. Ich brauche jetzt erstmal frische Luft! Falls ihr noch Fragen habt, schreibt mir gerne. Ein schönes Wochenende wünsche ich euch!

25. SSW | Wassereinlagerungen

So langsam merke ich die ersten Anzeichen der üblichen Wassereinlagerungen. Sie sind in der Schwangerschaft ganz normal und passieren von alleine. Der Körper lagert einfach mehr Wasser ein. Starke Wassereinlagerungen in einzelnen Bereichen des Körpers nennt man Ödeme. Sie können gegen Ende der Schwangerschaft entstehen. Dagegen kann man zum Glück vorbeugen.

Einige Vorboten sehe ich schon jetzt. Zum Beispiel, dass meine Ringe langsam enger werden. Einen, der vorher leicht abging, kriege ich jetzt kaum noch vom Finger. Gegen Ende meiner Schwangerschaft werde ich auf die Ringe verzichten müssen. Denn es ist nicht gut, wenn das Gewebe eingeengt wird. Das gilt auch für Kleidungsstücke und Schuhe. Ich habe inzwischen eine Schuhgröße mehr. Die alten Schuhe passen mir nicht mehr. Ich muss wirklich auf die zwei, drei Schuhe zurückgreifen, die ich mir eine Nummer größer gekauft habe. Ein kleiner Tipp: Quält euch nicht in enge Schuhe, sondern besorgt euch lieber ein oder zwei Paar eine ganze Nummer größer.

Außerdem solltet ihr sehr viel trinken. Nur weil der Körper voll mit Wasser ist, heißt das nämlich nicht, dass man weniger trinken muss. Im Gegenteil. Je mehr ihr trinkt, desto leichter ist es, das vorhandene Wasser aus dem Gewebe auszuspülen. Ihr solltet jedoch nichts zu euch nehmen, was entwässert, wie etwa Brennnesseltee. Denn dadurch wird auch das Blutvolumen reduziert. Am besten trinkt ihr Wasser, verdünnte Fruchtschorlen oder normale Tees.

Der Schlüssel, um Wassereinlagerungen vorzubeugen, ist eine eiweißhaltige Ernährung. Der Körper braucht jetzt 100 Gramm Eiweiß am Tag - das ist eine ganze Menge. Daher solltet ihr Produkte wie Fleisch, Fisch, Eier, Käse, Milch, oder Joghurt in ausreichenden Mengen zu euch nehmen. Vegetarier müssen besonders darauf achten, wirklich auf die nötige Eiweißmenge zu kommen.

Ein Vorurteil, mit dem ich unbedingt aufräumen möchte: Ernährt euch bitte nicht salzarm, nur weil ihr unter Wassereinlagerungen leidet. Denn das hilft überhaupt nicht. Esst ganz normal weiter und achtet darauf, dass ihr genügend Salz zu euch nehmt. Am besten Jodsalz. Wenn ihr auf Salz verzichtet, kann der Körper das Wasser noch schlechter aus dem Körper ausscheiden.

Jetzt kommen wir zu meinen Lieblingsthema: Sport in der Schwangerschaft. Das ist eine der besten Möglichkeiten, Wassereinlagerungen vorzubeugen. Geeignet sind lange Spaziergänge und alle moderaten Sportarten, wie zum Beispiel Schwimmen. Dabei ist der Körper dem Wasserdruck ausgesetzt. So können sich auch schwere Wassereinlagerungen im Gewebe ablegen. Daher solltet ihr so regelmäßig wie möglich schwimmen gehen - natürlich nicht bis an die Leistungsgrenze.
Sehr wichtig ist außerdem, nicht zu lange zu stehen oder zu sitzen. Wenn ihr sitzt, sollten die Füße wenn möglich hochgelegt werden. Am besten höher gelagert als das Becken. Ich hoffe, ihr habt einen netten Chef im Büro. Wenn die Füße nicht auf den Tisch dürfen, hilft natürlich auch ein Stuhl.

Jetzt rede ich aus meinem unerwünschten Erfahrungsschatz aus der zweiten Schwangerschaft. Ich hatte so geschwollene Füße, dass ich meine Knöchel nicht mehr gesehen habe. Es war ein sehr heißer Sommer und Hitze begünstigt Wassereinlagerungen. Da hat wirklich gar nichts mehr geholfen. Ich habe noch im Bett liegend meine Stützstrümpfe angezogen. Ich bin sogar mit ihnen unter die Dusche gegangen und habe dann ein paar Minuten gewartet, bis sie trocken waren. Das war natürlich erst gegen Ende der Schwangerschaft. Aber das kann auf euch zukommen.

24. SSW | Erkältet in der Schwangerschaft | Was hilft?

Eine Erkältung in der Schwangerschaft ist natürlich nichts Schönes. In der 24. Schwangerschaftswoche hat es mich nun aber auch erwischt. Seit gestern habe ich 38 °C Fieber und leide ziemlich darunter. Trotzdem greife ich noch nicht zu fiebersenkenden Medikamenten, da mein Körper mit den 38 °C noch nicht überfordert ist.

Meist ist Fieber nämlich die Reaktion des Körpers auf Viren oder Bakterien. Diese sollen durch das Fieber abgetötet werden. Wer nun aber fiebersenkende Medikamente zu sich nimmt, verhindert diesen natürlichen Prozess. Der Verzicht auf solche Medikamente ist aber besonders in der Schwangerschaft anzuraten. So kann der Körper auf seine ganz natürliche Art und Weise gegen Viren und Bakterien vorgehen. Ich persönlich verzichte bis etwa 39 °C Fieber auf fiebersenkende Medikamente. Momentan habe ich aber nicht das Gefühl, dass das Fieber noch ansteigen wird und glaube, dass ich in zwei bis drei Tagen wieder gesund bin.

Während meiner 2. Schwangerschaft war das allerdings nicht so. Damals hatte ich eine ganz schlimme Erkältung, mit fast 40 °C Fieber. Das ist mit meinem jetzigen Zustand natürlich keineswegs zu vergleichen. Immerhin kann ich euch gerade noch von meinen Erfahrungen berichten und bin auch sonst noch in der Lage, meinen Alltag zu meistern. Das war damals aber ganz anders. Das Fieber fesselte mich Sage und Schreibe ganze zwei Wochen an das Bett und ein Arzt musste mich zwei Mal besuchen. In dieser Zeit habe ich sehr viel über die Erkältung in der Schwangerschaft gelernt. All das möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten:

Wenn du als Schwangere merkst, dass es dir plötzlich schlechter geht und du dich zunehmens unwohler fühlst, musst du zunächst zwischen einer Erkältung und einer Grippe unterscheiden können. Das hat nämlich deutliche Auswirkungen auf die späteren Schritte und auf die Behandlung.

Eine Erkältung kündigt sich meist über mehrere Tage an. Angefangen mit Gliederschmerzen werden die Symptome immer deutlicher. Langsam entwickelt sich ein unangenehmes Kratzen im Hals und dein Fieber steigt an. Bei der Erkältung passiert das alles in einem sehr langsamen Tempo und die Symptome kommen erst nach und nach.

Eine Grippe hingegen kommt schlagartig. Manchmal sogar von der einen auf die andere Stunde. Dein Wohlbefinden verschlechtert sich in kürzester Zeit und auch das Fieber steigt schier unaufhaltsam an. Vor allem das schnelle Eintreten der Symptome lässt auf eine Grippe schließen und du solltest unbedingt sofort einen Arzt aufsuchen. Wenn du allerdings nicht mehr transportfähig bist - so wie ich damals in meiner 2. Schwangerschaft auch - kannst du einen kassenärztlichen Notdienst in Anspruch nehmen. Diesen gibt es natürlich auch, wenn du Privatpatientin bist, dann nennt er sich aber privatpatientlicher Notdienst. Die jeweiligen Nummern lassen sich ganz schnell im Internet finden und nach einem kurzen Anruf kommt dann auch ein Arzt sehr schnell zu dir nach Hause.

Wenn du dir allerdings unsicher bist, ob du gerade eine Erkältung oder eine Grippe ausbrütest, solltest du auf jeden Fall zum Arzt gehen.

Diese Unterscheidung ist enorm wichtig, da sich eine normale Erkältung oft schon selbstständig mit Hausmitteln lindern lässt - gerade, wenn das Fieber die 38 °C nicht übersteigt. Bei der Erkältung wird außerdem oft empfohlen, auf normale Medikamente zu verzichten. Bei einer Grippe ist der Verzicht auf Medikamente aber meist nicht möglich. Hausmittel bekämpfen die Viren nur unzureichend und auch das Fieber lässt sich nur schwer senken. Dabei ist die Senkung des Fiebers enorm wichtig, da nicht nur du als Schwangere darunter leidest, sondern auch dein ungeborenes Baby.

Wenn du mich schon länger abonniert hast, weißt du bestimmt, wie ich zu Medikamenten in der Schwangerschaft stehe. Deshalb würde ich dir raten, vor der Einnahme jeglicher Medikamente noch einmal nachzulesen, ob dieses Medikament auch tatsächlich für dich geeignet ist. Ich empfehle immer gerne die unabhängige Seite embryotox.de. Dort kannst du dich über alle Medikamente informieren. Im Ernstfall kannst du aber natürlich auch mit deinem Arzt über die Medikamentenwahl sprechen.

Neben den fiebersenkenden Medikamenten gibt es natürlich auch einige Hausmittel, die sich bereits über Jahre bewähren - nicht nur bei mir. Hausmittel eignen sich besonders bei nicht all zu hohem Fieber und stellen auch bei einer medikamentösen Behandlung eine gute Unterstützung dar. Meine Hausmittel-Favoriten sind Wadenwickel. Sie senken das Fieber auf eine natürliche Weise und sind sehr effektiv. Außerdem kann ich Kirschsaft empfehlen - für mich das einzig Gute an einer Erkältung mit Fieber. Er schmeckt nämlich nicht nur richtig lecker, sondern hat auch eine fiebersenkende Wirkung.

Bei einer einfachen Erkältung ist der Verzicht auf Medikamente meist ohne Probleme möglich. Welche Alternativen es zu den herkömmlichen Mittelchen gibt, lasse ich euch deshalb hier wissen.

Bei Husten ist das naheliegendste Medikament natürlich Hustensaft. Allerdings enthält so gut wie jeder Hustensaft Alkohol, was in einer Schwangerschaft natürlich nicht geht. Die einfachste Alternative ist hier der altbewährte Zwiebelsaft. Er schmeckt zwar schrecklich, hilft aber.

Bei Halsschmerzen nehmen viele diese tollen, betäubenden Halsschmerztabletten zu sich, die auch ich wirklich liebe - allerdings nur, wenn ich nicht schwanger bin. Diese Tabletten sind nämlich plazentagängig unnd somit nicht gut geeignet für das ungeborene Baby. Deshalb greife ich bei Halsschmerzen in der Schwangerschaft auf Salbei- und Honigbonbons zurück. Auch heiße Zitrone, Tee oder Milch mit Honig sind bei Halsschmerzen das ideale Mittel. Vor allem der Honig eignet sich gut bei Krankheiten, da er eine antibakterielle und somit desinfizierende Wirkung hat.

Während einer Erkältung oder bei einer Grippe ist genügend Schlaf besonders wichtig. Die Situation ist ja nicht nur für dich, sondern auch für dein ungeborenes Baby eine große Belastung. Genügend Ruhe und Entspannung ist deshalb essentiell.

Damit meine Atemwege freier werden, mache ich bei einer Erkältung außerdem immer ein Inhalation mit Kamille. Dafür fülle ich eine Schale mit warmem Wasser und Kamillentee. Dann halte ich meinen Kopf über die Schale und bedecke ihn mit einem Handtuch. Für etwa fünf Minuten inhaliere ich den entstandenen Dampf. Meine Atemwege sind danach viel freier und ich fühle mich deutlich besser. Wenn du Kamille nicht so gern hast, kannst du das natürlich auch mit Pfefferminztee machen.

In der Schwangerschaft ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit allen wichtigen Nährstoffen und Vitaminen besonders wichtig. Kommt es in der Schwangerschaft dann auch noch zu einer Erkältung, spielt vor allem das Vitamin C eine große Rolle. Mit einer heißen Zitrone kannst du dir dieses Vitamin ganz einfach und ohne großen Aufwand zuführen. Während du krank bist kann es aber auch sein, dass du nur wenig Appetit hast. Das ist ganz normal. Deshalb solltest du dich keinesfalls zwingen, mehr zu essen. Nimm einfach kleine Portionen zu dir, die alle Nährstoffe enthalten.

23. SSW | Mutterbänder schmerzen

In der 23. Woche haben wir einen weiteren Meilenstein geschafft: Das Baby wiegt jetzt 550 Gramm. Das bedeutet, dass ab jetzt die Wahrscheinlichkeit von Woche zu Woche steigt, dass das Baby überlebt, wenn es auf die Welt kommt. Das ist eine schöne Nachricht.
Mein Kleiner ist jetzt sehr aktiv und wenn ihr in der gleichen Woche seid, dann werdet ihr merken, dass es überall gegen tritt: Oben, unten, an den Seiten und viel und wild. Und es ist auch nicht in einer festen Position - das kommt erst später, wenn der Platz enger wird. Denn noch hat es ganz viel Platz und kann Purzelbäume schlagen und sich austoben.
Und dann fängt das Baby jetzt an, ganz konkret zu hören. Also es kann ja schon länger hören und kennt Deine Stimme, Deinen Herzschlag aber es fängt jetzt an, unterschiedliche Tonlagen voneinander zu unterscheiden. Und besonders gut können Babys männliche Stimmen wahrnehmen, weil die von Natur aus in der Tonlage tiefer sind.

In den letzten Tagen habe ich total das Gefühl, dass mein Bauch unfassbar gewachsen ist.
Habe ich es nicht gesagt? Wieder ein Zentimeter mehr: Mein Bauchumfang liegt jetzt bei 83 Zentimetern. Der Zuwachs hat es in sich. Ich muss auch immer so sitzen, dass ich das Gefühl habe: So kann ich meinen Bauch irgendwie festhalten. Dann haben bei mir jetzt letzte Woche die Mutterbänder zu schmerzen angefangen, ich erkläre das einmal kurz, weil das kennt sicher fast jede Schwangere aber weiß vielleicht nicht, den Schmerz einzuordnen:
Die Gebärmutter muss ja in einer stabilen Position sich befinden, sie soll sich ja nicht drehen oder wenden sie muss stabil sein. Und damit sie in ihrer Position bleibt gibt es die Mutterbänder. Die setzen unten beim Schambein an und halten die Gebärmutter quasi in ihrer perfekten Position. Natürlich müssen die wachsen und sich ausdehnen in der Schwangerschaft weil die Gebärmutter wächst und sich ausdehnt. Sie sind enormen Zukräften ausgesetzt. Das kann Dehnungsschmerzen und Ziehen und Stechen hervorrufen. Es fühlt sich für mich so an wie Seitenstechen. Seitenstechen hat man ja an den Seiten wenn man zu schnell läuft und falsch atmet dabei und das ist der gleiche Schmerz nur im Schambereich und Unterbauch. Bei mir entsteht der auch, wenn ich mich zuviel bewege. Wobei das auch von Tag zu Tag unterschiedlich ist. Mal kann ich einen Kilometer laufen und Mal merke ich nach 200 Metern es geht gar nichts mehr. Und wenn nichts mehr geht, dann muss ich mich auch hinsetzen und mich ausruhen, da die Mutterbänder so unangenehm schmerzen. Das wird auch empfohlen. Die Dehnungsschmerzen sind harmlos. Man sollte aber inne halten und dem Körper ein paar Minuten Zeit geben. Zuhause kann sich auch eine Wärmflasche auf den Bauch legen, denn Wärme hilft. Man kann auch in die Badewanne gehen. Wärme hilft, Ruhe hilft, man kann auch die Beine hochlegen oder den Körper flach hinlegen.
Wenn ihr Fragen habt, dann schreibt mir gerne!

SSW 22 | Braucht man einen Geburtsvorbereitungskurs?

Hallo ihr lieben und herzlich willkommen in der 22. Schwangerschaftswoche.
Ich hatte heute morgen ein wunderschönes Erlebnis, was ich gern mit euch teilen möchte. Inzwischen fangen die Milchdrüsen an zu üben um die Vormilch zu produzieren. Es ist noch nicht die richtige Muttermilch, aber die Vorbereitungen laufen. In den letzten Tagen habe ich schon versucht ob etwas kommt, indem ich auf meine Brustwarzen gedrückt habe. Bisher kam noch nichts, aber heute morgen war es dann soweit. Es ist ein schönes Gefühl zu wissen, dass ich jetzt schon die Vormilch produziere.

Bodycheck

Mein Baby wiegt jetzt in etwa 500g und mein Bauch fühlt sich schon riesig an. Er hat jetzt einen Umfang von 80 cm.

Geburtsvorbereitungskurs

Viele entschließen sich jetzt sich um einen Geburtsvorbereitungskurs zu kümmern. Den beginnt man dann so in etwa ab der 28. Woche. Ich wurde oft gefragt, welche Empfehlungen ich dazu geben kann, wo die Anlaufstellen zu finden sind und worauf zu achten ist.
Leider halte ich von Geburtsvorbereitungskursen gar nichts und kann euch da nicht wirklich weiter helfen. Meine persönliche Meinung ist, dass wir es in unseren Genen tragen, wie man ein Kind gebährt. Es liegt vielleicht im Trend solche Kurse zu machen, doch die Menschheit gibt es schon so lange und Frauen haben auch früher Kinder geboren. Bei der Geburt wissen wir intuitiv was richtig ist und was uns gut tut. Außerdem sind wir nicht allein, es gibt eine Hebamme, die uns begleitet, Ärzte im Krankenhaus. Was bei der Geburtsvorbereitung gelernt wird, hat nichts mit der wirklichen Geburt zu tun. Wie du tatsächlich atmest, oder dich bewegst, macht dein Körper in diesem Moment instinktiv.

Wozu ist ein Geburtsvorbereitungskurs gut?

Es ist auf jeden Fall eine lustige Erfahrung, die du mit deinem Partner machen kannst. Du kannst Kontakte knüpfen zu Müttern aus deiner Umgebung, die einen ähnlichen Geburtstermin haben wie du. So hat man später Mütter mit gleich alten Babys mit denen man sich zum Austausch treffen kann. Für so etwas sind diese Kurse gut. Sonst halte ich persönlich nicht viel davon.

Geburtsvorbereitung

Es ist gut vor der Geburt schon Informationen einzuholen wo du dein Kind zur Welt bringst. Du kannst dir die Klinik anschauen und dir eine Hebamme aussuchen, die du bereits vor der Geburt kennen lernst. Diese nennt man dann Beleghebamme, die mit dir vielleicht vorher einige kleine Übungen macht, deinen Körper beobachtet und wenn deine Wehen kommen, kannst du sie jederzeit anrufen. Sie wird dich auf dem Weg deiner Geburt begleiten und nach der Geburt kommt sie täglich vorbei und schaut nach dir und dem Baby. Wenn du es nicht möchtest, kannst du auch normal zur Geburt in die Klinik gehen und es gibt Personal vor Ort. Dann brauchst du eine Hebamme, die zur Nachsorge zu dir nach Hause kommt.
Nicht jede Klinik genehmigt es, dass eine Beleghebamme zum Helfen kommen kann. Es gibt noch viele weitere Fragen, die wir in den nächsten Wochen besprechen werden. Ich würde gern eure Meinung zum Thema Geburtsvorbereitungskurse, Hebammen und Geburt wissen.

-Gemeinsam werden wir kugelrund-

SSW 21 | Du brauchst keinen Ratgeber

Herzlich willkommen in der 21. Schwangerschaftswoche. Der sechste Monat hat begonnen.
Mein Baby ist jetzt 27 cm groß und wiegt ungefähr 400g. Beim Frauenarzt konnte ich anschauen, wie er ganz aktiv tobt. Die Kindsbewegungen kann man auch von außen wahrnehmen, wenn man den Bauch fühlt. Ich kann sogar im Liegen, wenn der Bauch gestreckt ist, manchmal die Kindsbewegungen sehen. Das wird in den nächsten Wochen mehr und der Bauch wölbt sich.

Den Geschmack deines Kindes prägen

Seit ein paar Wochen trinkt das Baby von dem Fruchtwasser und scheidet es aus. Nun beginnt es auch das Fruchtwasser zu schmecken. Es schmeckt ungefähr nach dem, was du isst. Du kannst mit deiner Ernährung bereits großen Einfluss auf den Geschmack deines Babys nehmen. Wenn du dich abwechslungsreich ernährst, lernt das Kind viele Aromen kennen, die es auch nach der Geburt wiedererkennt.

Ab jetzt gilt: Richtiges Heben

Da die Gebärmutter bereits sehr schwer ist und nach unten auf den Beckenboden drückt, solltest du vor allem jetzt immer darauf achten nichts mehr über 5 kg zu tragen. Wenn du etwas hebst, wird der Beckenboden noch weiter nach unten gedrückt: Der sollte geschont beziehungsweise trainiert werden. In einem meiner letzten Videos habe ich ein paar Beckenbodenübungen erklärt. Achte beim Heben darauf nicht nach vorn über gekippt auf den Boden zu kommen, sondern mit gebeugten Beinen. Beim Aufheben von Dingen solltest du dich gemeinsam mit der Sache nach oben bewegen, die Kraft also aus deinen Beinen nutzen und nicht vom Rücken.

Bodycheck

Mein Bauch hat weiterhin einen Umfang von 79 cm ist aber größer geworden.

Ratgeber, Apps und Buchtipps

Aufgrund vieler Anfragen von euch welche Ratgeber oder Apps ich nutze und was für Bücher ich empfehlen kann, gebe ich euch heute etwas in diese Richtung mit auf den Weg.
Es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht: Die schlechte ist: Ich benutze keine Apps und kann auch keine 10 Ratgeber empfehlen. Der Grund dafür ist, dass ich in meiner ersten Schwangerschaft von zu vielen Ratgebern erschlagen wurde. Überall Empfehlungen, die mich verunsichert haben und gerade weil ich noch jung war, war es schwer das Wichtigste rauszufiltern. Gott sei Dank habe ich ein Buch an meine Seite bekommen, was mir wirklich geholfen hat. Seit dem ich dieses Buch habe, habe ich kein anderes Buch mehr angeschaut und kenne mich nicht aus, was es an Angeboten gibt. Dieses Buch kann ich euch wirklich ans Herz legen, es begleitet mich seit vielen Jahren. Es heißt "Auf der Suche nach dem verlorenen Glück" von Jean Liedloff. Es beschreibt eine Wissenschaftlerin, die 2 1/2 Jahre im Dschungel von Venezuela fernab der Zivilisation mit einem Indianerstamm gelebt hat. Dabei beschreibt sie wie die Leute mit ihren Babys und Kindern umgehen und wie sich in der Schwangerschaft verhalten. Mir hat es die Augen geöffnet, dass wir von Modeerscheinungen geprägt sind und dass ich das, was ich und mein Kind brauche, in mir drin, in meinen Genen, habe. Viele Mythen der westlichen Kultur werden abgeschwächt und es appelliert an den gesunden Mutterinstinkt einer Frau. Sehr zu empfehlen!

20. SSW | Nierenstau & Nierenschmerz

Ich begrüße euch in der letzten Woche der ersten Schwangerschaftshalbzeit, also in der 20. Woche.
Mein Baby ist jetzt ungefähr 24cm und wiegt etwa 220g. Die Gebärmutter drückt sich jetzt immer weiter nach oben und wächst nun pro Woche ungefähr einen Zentimeter. Zu Beginn der Schwangerschaft sitzt sie noch weit unten. Bei mir drückt sie bereits langsam den Bauchnabel nach außen.

Mein Bodycheck

Mein Bauchumfang beträgt jetzt ungefähr 79cm. Vor zwei Wochen hatte ich einen Umfang von 78cm aber mein Bauch wirkt deutlich größer. Vielleicht ist er oben oder unten gewachsen, aber die dickste gemessene Stelle ist nicht viel größer als beim letzten Mal. Leider ist das die erste Schwangerschaft in der ich meinen Bauch messe und daher habe ich keine Vergleichswerte. Wäre mal interessant zu erfahren, ob ihr euren Bauch messt und ob es ähnlich ist.
Ich merke, dass in mir ganz schön viel los ist. Durch die wachsende Gebärmutter werden die Organe verdrängt. Auch die Lunge wird gedrückt und ich kann nicht mehr richtig tief einatmen. Besonders, wenn ich durch die Stadt gehe, merke ich die Kurzatmigkeit. Aber mein Problem seit zwei Tagen ist der Druck auf die Nieren, der mir starke Nierenschmerzen bereitet.

Nierenstau &Nierenschmerz in der Schwangerschaft

Die Nieren sind ungefähr 12cm groß und sitzen am unteren Rücken. Links und rechts neben der Wirbelsäule merke ich wie sie weggedrückt werden und ein Stauungsgefühl entsteht. Das ist extrem unangenehm. Anders als bei Rückenschmerzen, kann man Nierenschmerzen nicht so einfach wegbekommen. Weder Positionsveränderung, Massagen oder Bewegung helfen gegen den permanenten Druck. Ich kenne das auch von meinen anderen Schwangerschaften.
Die Nieren sorgen dafür, dass unser Blut gefiltert wird und Schadstoffe über den Urin ausgeschieden werden. Eigentlich ist es kein Grund zur Sorge, wenn sie in der Schwangerschaft ein wenig drücken. In meiner letzten Schwangerschaft war ich mit Schmerzen in der Notaufnahme, weil ich besorgt war. Meine Nieren waren etwas gestaut. Der Arzt erklärte: Während der Schwangerschaft sind mehr Glucose und Eiweiß im Urin, deshalb können sich Bakterien leichter vermehren. Die Harnwege sind auch weiter gestellt. Die Bakterien können über den Harnleiter leicht zu den Nieren gelangen. Es kann zu Nierenstau, Harnwegsinfektionen und Entzündungen kommen. Bei starken Nierenschmerzen, oder sogar Fieber bitte unbedingt einen Arzt aufsuchen. Ein leichtes Druckgefühl ist kein Grund zur Sorge, es ist bloß unangenehm.

Vorbeugung

Wichtig ist, dass die Nieren gut gespült werden, also viel trinken. Besonders geeignet ist Cranberrysaft, der übrigens auch gut bei Blasenentzündungen ist, wenn man nicht schwanger ist. Vitamin C aus Orangensaft, Zitronen oder Mandarinen und Brennnesseltee helfen auch. Ich persönlich kann an Brennnesseltee nicht ran. Dafür besorge ich mir gleich Cranberrysaft und trinke ihn mit Wasser vermischt. Die nächsten Tage versuche ich 3-4 Liter zu trinken. Das klingt viel, aber Vorsorgen ist besser als Heilen.

Zusätzliche Info

Ab der 20. SSW fangen bei vielen Frauen die Vorwehen an. Der Bauch wird hart und wieder weich. Das sind normale Übungswehen. Bei mir sind sie noch nicht aufgetreten, aber wenn es soweit ist, gibt es ein Video dazu.

Gemeinsam werden wir kugelrund.