Massage in der Schwangerschaft

Eine Massage für Brust, Rücken, Schultern und Beine ist für jede Frau in der Schwangerschaft eine Wohltat. Die richtigen Massagegriffe zeigt euch meine Freundin und Physiotherapeutin Aneschka. Am besten schaut ihr euch das Video gemeinsam mit eurem Liebsten an. Nachmachen ist nämlich gar nicht so schwer.

Die Füße und den Lendenwirbelbereich lassen wir übrigens bewusst aus. Einige Wissenschaftler vertreten die Ansicht, dass eine Massage dieser Regionen in der Schwangerschaft gefährlich sein kann. Andere wiederum halten es für unbedenklich. Das mögliche Risiko muss jeder für sich selbst bewerten.

In der Schwangerschaft wird der Busen größer. Dadurch verlagert sich das Gewicht nach vorne. Weil die Muskeln in diesem Bereich verkürzen, nehmen die Frauen oft eine Schonhaltung ein. Auch ich erwische mich dabei, im Hohlkreuz zu laufen. Nach einem langen Tag wünsche ich mir oft, doch bloß gerade gelaufen zu sein. Dann hätte ich nicht solche Rückenschmerzen. Bei der Massagetechnik wird der Brustbereich direkt über dem Busen von der Mitte zu den Seiten richtig fest ausgestrichen. Durch den Druck werden die Muskeln gedehnt. Und das tut einfach nur richtig gut.

Durch die Schonhaltung verkürzen auch die Schulter-Nacken-Muskeln und sind häufig verspannt. Hier hilft, mit zwei Fingern tief entlang der Schulter-Nacken-Muskeln bis zu den Schultern zu streichen. Am besten mehrmals hintereinander. Fast jede Schwangere hat verschiedene Schmerzpunkte, zum Beispiel im Bereich des oberen Rückens. Durch tiefen Druck wird der Schmerz meist besser, weil das Gewebe gedehnt und besser durchblutet wird. Ich fühle mich direkt danach richtig frei. Diese Massagegriffe dürfen übrigens auch ein bisschen wehtun. Eure Partner sollten also keine Angst davor haben, irgendetwas "kaputt" zu machen.

Oft habe ich Probleme in der Brustwirbelsäule, in der Mitte des Rückens. Da knackt es bei mir auch immer ordentlich. Weil es in der Schwangerschaft schwierig ist, auf dem Bauch zu liegen, kann in der Rückenlage massiert werden. Dabei schiebt ihr die Fingerspitzen unter die Wirbelsäule und zieht ganz langsam entlang der Rippen nach außen. Die Schultern sollten dabei immer entspannt sein. Durch diesen Massagegriff entspannt sich der Brustkorb automatisch.

Mit einer bestimmten Massagetechnik könnt ihr auch Wassereinlagerungen lindern und die Venen unterstützen. Dazu ist keine Kraft nötig. Das geht ganz bequem vor dem Fernseher. Vom Knöchel wird dabei sanft den Unterschenkel entlang Richtung Knie gestrichen. Später könnt ihr auch die Füße einbeziehen. Auch ganz ohne Druck wird die Tätigkeit der Venen angeregt. Lasst euch nicht davon täuschen, dass sich das Ausstreichen der Lymphe vielleicht wirkungslos anfühlt. Das Wasser wird trotzdem aus dem Gewebe geschwemmt.

Mein Lieblingsdruckpunkt ist übrigens der gegen Übelkeit. Leider habe ich damit immer noch ab und zu kämpfen. Natürlich könnt ihr den Punkt selbst drücken. Schöner ist es aber, wenn es jemand anderes für euch macht. Er befindet sich genau zwischen Daumen und Zeigefinger. Am besten findet ihr ihn im Teamwork.

Zum Schluss hat Aneschka noch einen super Tipp, wie man das leidige Hohlkreuz vermeiden kann. Denkt einfach immer daran, euer Baby möglichst nah bei euch zu halten. Dann zieht ihr den Bauch automatisch näher zu euch. Und schwupps ist der runde Rücken kerzengerade.