13. SSW | Wie erzähle ich es den Geschwistern?

Schwangerschaftswoche 13

HipHip Hurra, wir haben es geschafft! Wir sind endlich in der 13. SSW und somit wäre auch der erste Meilenstein der Schwangerschaft gemeistert. Jetzt hat der 4. Monat, also das 2. Trimester begonnen und das Fehlgeburtsrisiko ist jetzt bei nur noch 1%. (Zu Beginn liegt es bei 20%) Das ist für die meisten jetzt die Zeit, die frohe Botschaft den Freunden, Kollegen, der Familie und den Geschwistern zu verkünden. Außer bei mir, ich bin da etwas anders, ich posaune es mit dem positiven Test in den Händen sofort in die Welt hinaus.

Das Baby in der SSW 13

Mein Baby ist jetzt 7,5 cm groß und wiegt 25 Gramm und der Bauch wölbt sich nun immer mehr nach vorn. Noch benötige ich keine Umstandsmode, es reicht noch mein Haargummitrick, den ich euch gezeigt habe. Die Übelkeit ist fast weg, bis auf einige Ausnahmen, eigentlich komplett. Ich nehme sogar ganz langsam zu, bis jetzt ist es 1 Kilo. Okay, okay das ist natürlich nicht viel, aber in den letzten Wochen war die Übelkeit einfach zu stark, sodass ich abgenommen habe.

Wie erzähle ich es den Geschwistern?

Passend zur 13. Woche, die Woche in der viele es dem Umfeld erzählen, habe ich mir dieses Thema überlegt.

Meine Kinder sind überhaupt nicht eifersüchtig, sie freuen sich riesig auf das Baby Nummer 4 und wie das funktioniert, möchte ich heute erzählen.

Kinder werden ganz stark durch ihr Umfeld geprägt und wenn ein Kind Sätze wie „Oje, da wirst du bestimmt eifersüchtig.“ Oder „Da hat deine Mama bestimmt keine Zeit mehr für Dich“ hört, kann das Kinder prägen und die Eifersucht entsprechend fördern. Hört das Kind aus seinem Umfeld jedoch Sätze wie „Cool, dann bist du der große Bruder.“ oder „Endlich! Dann hast du jemanden zum spielen“ kann das ein Kind bestärken und sogar stolz machen ein Geschwisterchen zu bekommen. Dieses Umfeld können wir als Eltern mit beeinflussen. Zum einen aufgrund der Aussagen, die wir selbst treffen und zum anderen, wenn Gäste ins Haus kommen und dieses Thema ansprechen, es jedoch in die falsche Richtung geht, dieses Thema sofort beenden bzw. umdrehen („Meine Kinder sind stolz ein Geschwisterchen zu bekommen), sofern die Kinder zuhören.

Tipps gegen die Eifersucht der älteren Geschwister

Ein wichtiger Punkt und auch ein wunderschöner ist: Beziehe die Kinder so oft es geht mit ein. Ich zum Beispiel nehme die Kleine ganz oft mit zu Ultraschalluntersuchungen. Das habe ich bis jetzt in allen Schwangerschaften mit den jeweils älteren Kindern so gemacht. Für die Kleinen ist es etwas ganz besonderes auf dem Ultraschall zu erraten was gerade zu sehen ist. Nicht, dass diese Angaben dann auch stimmen, aber das steigert ungemein die Vorfreude auf das Baby.

Was ebenfalls schön ist und was wir auch oft machen ist, gemeinsam Bilder aus der Babyzeit der anderen Kinder anzusehen. Zum Beispiel kann man den Kleinen so zeigen, wie ein Krankenhaus aussieht oder wie sie selbst aussahen, als sie so klein waren.

Was auch hilft und viel Spaß macht ist, die Stärken der Kinder rauszusuchen und gemeinsam zu überlegen, ob das neue Geschwisterchen auch mit diesem Talenten wie malen gesegnet sein wird. Die mittlere kann gut malen und der Große fährt total gut Ski, wenn ich den Kindern sage, dass ich hoffe, dass das Baby es von denen „erbt“ dann werden die großen Geschwister ganz stolz und freuen sich noch mehr auf das Baby.

Was den Mädchen ganz viel Spaß macht, ist auch: Baby-Shopping. Normalerweise ist das ja noch nicht der Zeitpunkt, aber ich war neulich mit den Kindern shoppen, dann sind wir auch durch die Babyabteilung gegangen und jede der beiden durfte einen Body für das Baby aussuchen. Gut, ich weiß noch nicht was wird und die Mädchen haben glitzernde Body gekauft, aber das macht ja auch die Vorfreude aus.

Ganz toll ist natürlich auch, wenn das nähere Umfeld wie Großeltern und Verwandte die Kinder motivieren, wie toll es ist ein Geschwisterchen zu bekommen. Sollten die Verwanden nicht von allein darauf kommen, motivierende Sätze zu den Kindern zu sprechen, kann und sollte man sie gern dazu anhalten. Das machen sie bestimmt gern.

Wenn es dann Richtung Geburt geht, ist es auch toll, wenn man gemeinsam ein großes Willkommens-Schild bastelt. Das habe ich damals mit meinem Großen Kindern auch gemacht. Jetzt werden wir wieder gemeinsam ein großes Schild basteln mit bunten Buchstaben und liebevoller Gestaltung.

Zum Zeitpunkt der Geburt habe ich mich dazu entschlossen die Kinder mit in den Kreissaal zu nehmen. Vielleicht nicht unbedingt mit frontaler Sicht auf das Geschehen und vielleicht auch nicht im Moment der Presswehen, aber meine Kinder sollten dabei sein, wenn das neue Geschwisterchen kommt. Meine Eltern und meine Schwester waren auch jeweils bei den Geburten dabei, für mich ist es keine heimliche und private Sache, sondern eine Sache, die ich mit meiner Familie teile. Bislang waren alle Kinder stolz, an diesem Erlebnis teilgehabt zu haben. Bis jetzt bin ich mit allen Kindern 3 Tage in der Klinik geblieben und meistens hatten wir ein Familienzimmer und die Kinder durften kommen und gehen wie sie wollten, geschlafen haben sie jedoch meist zuhause. Noch was tolles am Krankenhaus. Im Krankenhaus gibt es Eis. Normalerweise werden meine Kinder nicht mit Süßigkeiten vollgestopft aber im Krankenhaus ist es erlaubt. Das heißt, diese Krankenhauszeit, in der das Neugeborene in die Familie kommt, werden sie sehr verwöhnt. Sie dürfen das Baby halten und tragen, auch wenn sie selbst noch sehr klein sind. Ich helfe dann natürlich noch mit. Was ich nicht machen würde ist, 3 Tage alleine in der Klinik bleiben und die Kinder dann mit dem Neugeborenen überrumpeln. Von Anfang an sind die Kinder dabei und sehen wie ich zum Beispiel stille oder die Windeln wechsele.

Wenn ich dann in den ersten Monaten mit dem Baby zuhause bin, werden die Kinder komplett mit das Geschehen integriert. Ich übertrage den Kindern auch kleine Verantwortungen und so fühlen sie sich selbst wichtig und gebraucht. Die mittlere wird auch mal Windeln wechseln dürfen oder die Kleine wird mal 2 Minuten auf das Baby aufpassen, wenn es sicher liegt und ich kurz den Raum verlasse. Es macht die Kinder unheimlich stolz Verantwortung zu tragen.

Viele werden das alles sicherlich auch anders machen, aber so läuft es in unserer Familie ab und alle freuen sich aufs Baby.

Gemeinsam werden wir kugelrund.

lailas baby