32. SSW | Schwangerschaft mit Mädchen & Jungen

Hallo ihr Lieben und Herzlich Willkommen in der 32. Schwangerschaftswoche!

Wir sind jetzt in der 32. Schwangerschaftswoche und damit in der letzten Woche des 8. Monats. Das heisst, bis auf die Lungenreife, sind unsere Babies jetzt fertig. Wobei - nicht ganz: bei den männlichen Föten wandert der Hoden noch aus der Bauchhöhle heraus. Aber ansonsten sind sie fertig. Sie nehmen jetzt nur noch an Größe und Gewicht zu - bis zum doppelten des aktuellen Gewichts.

Heute möchte ich mit euch über ein Thema reden, das mich in den letzten Wochen total beschäftigt. Nur leider finde ich kaum Studien zu diesem Thema. Es gibt zwar ganz viele Ammenmärchen darüber, aber keine handfesten Beweise. Und zwar möchte ich mit euch darüber reden, ob in der Schwangerschaft etwas anders ist, wenn Du mit einem Mädchen oder mit einem Jungen schwanger bist.

Da gibt es zum einen diese Volksweisheiten: Spitzer Bauch ist ein Junge, breiter Bauch ist Mädchen. Oder schöne Haut und schöne Haare heisst Junge, hässliche, pickelige Haut und stumpfe Haare heisst Mädchen. Man sagt ja, dass Mädchen der Frau die Schönheit klauen.

Das sind Binsenweisheiten, die ich gar nicht bestätigen kann. Mein Bauch ist in jeder Schwangerschaft spitz, egal ob Junge oder Mädchen, ganz einfach weil ich so schmal bin und der Bauch sich nur nach vorne ausbreiten kann. Ausserdem habe ich, wenn ich nicht schwanger bin, ein kleines Pickel Problem, das bisher in jeder Schwangerschaft, auch den Mädchen Schwangerschaften fast vollständig verschwunden ist.

Aber dennoch bemerke ich Unterschiede und über die möchte ich heute reden und mich interessiert ganz doll, wie euere Erfahrungen sind, ob ihr ähnliche Erfahrungen wie ich gemacht habt und ob ihr meine bestätigen könnt.

Eins ist sicher: wenn eine Frau mit einem Jungen schwanger ist, dann bildet sich so in etwa ab der 22. Woche Testosteron und es erhöht sich ihr Testosteronspiegel und wenn sie mit einem Mädchen schwanger ist, bildet sich zur selben Zeit Östrogen und es erhöht sich der Östrogenspiegel bei der schwangeren Frau.

Dieses Wissen habe ich lange Zeit gar nicht beachtet, aber In den letzten Wochen ist mir doch aufgefallen, dass ich mich anders benehme als in den letzten beiden Schwangerschaften mit den Mädchen.

Ganz charakteristisch für meine Mädchen Schwangerschaften war, dass ich mindestens einmal am Tag geweint hab. Sei es vor Freude oder vor Glück oder aus Wut oder weil ich mich ungerecht behandelt gefühlt habe. Es war so schlimm, dass es teilweise nicht auszuhalten war.

In meiner jetzigen Schwangerschaft vermisse ich das. Ich weine vielleicht einmal die Woche und bin auf keinen Fall so sensibel wie in den letzten beiden Schwangerschaften. Im Gegenteil: In der jetzigen Schwangerschaft fahre ich leicht aus der Haut. Wenn es zu einem Streit kommt, dann merke ich, dass ich ein für mich ungewöhnliches Aggressionspotential habe. Ich habe das Gefühl, ich kann mich verteidigen, ich kann mich wehren und meine Ellenbogen benutzen. Wenn mir jemand blöd kommt, dann komme ich dem zurück blöd.

Das wäre in den Mädchen Schwangerschaften nicht gegangen, da hätte ich mich nie gewehrt, sondern einfach angefangen zu weinen. Nicht schwanger bin ich auch eher der Typ, der sich dann zurück zieht anstatt sich zu wehren.

Ich könnte mir vorstellen, dass das schon etwas mit dem erhöhten Testosteronspiegel zu tun hat, dass ich jetzt einfach mehr aggressiv bin, als normalerweise. Und das Weinen bei den letzten Schwangerschaften mit meinen Mädchen mit dem erhöhten Östrogenspiegel zusammenhängt.

Erhöhter Östrogenspiegel sogt für mehr Wassereinlagerungen und erhöhtes Cellulite Risiko. Ich habe bei den Schwangerschaften mit meinen Mädchen definitiv unter Wassereinlagerungen gelitten, in meiner jetzigen nicht. Oder jedenfalls bis jetzt nicht 😉

Da ich manche Unterschiede so extrem an mir merke und keine einschlägige Fachliteratur im Internet zu diesem Thema finde, interessiert mich brennend euere Meinung dazu. Bemerkt ihr Ähnliches an euch? Ist euch aufgefallen, dass ihr euch bei der Schwangerschaft mit einem Jungen anders verhaltet, als bei einer Schwangerschaft mit einem Mädchen? Hat die ein oder andere von euch ebenfalls unter Wassereinlagerungen zu leider bei ihrer Schwangerschaft mit ihrem Mädchen?

Da ich keine Studie dazu gefunden habe, freue ich mich auf euere Erfahrungswerte!

Eure Laila

31. SSW | Schöne Babynamen für Jungen und Mädchen

Hallo ihr Lieben und Herzlich Willkommen in der 31. SSW!

Heute reden wir über das Thema Babynamen und eigentlich war das so ein Thema, das ich gar nicht vorgesehen hatte, weil ich dachte, das ist so etwas Persönliches. Nur weil mir ein Name gefällt bedeutet das ja nicht, dass der Name auch Dir gefällt. Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten. Trotz allem ist die Schwangerschaft die richtige Zeit, einen geeigneten Babynamen zu finden. Da ich von euch in den letzten Wochen so viele Nachrichten bekommen hatte mit der Bitte um eine Anleitung für die richtige Namensfindung, habe ich mir gedacht, wir sprechen darüber.

Bevor Du Dich auf die Suche nach schönen Babynamen macht, solltest Du ein paar Dinge beachten: Der Name sollte leicht verständlich sein, er sollte unkompliziert in Wort und Schrift und leicht zu merken sein.

Wichtig finde ich auch, dass der Name nicht zu Hänseleien führt und nicht mit negativen historischen Figuren in Verbindung gebracht werden kann.

Wenn ihr mit der Namenssuche beginnt, solltet ihr euch überlegen, wieviele Namen ihr euerem Kind geben wollt. In Deutschland sind bis zu fünf Vornamen erlaubt. Einer der Vorteile von mehreren Vornamen ist, dass ihr auch später flexibler seid, zum Beispiel, wenn euer Kind mit seinem Rufnamen, den ihr gewählt habt nicht einverstanden ist.

Ausserdem könnt ihr bei der Wahl mehrerer Vornamen auch alte Familientraditionen mit aufnehmen. Gerade auch in Deutschland ist es sehr beliebt, Vornamen der Großeltern und Eltern als zweiten oder dritten Vornamen mit aufzunehmen.

Der Haupt-Rufname sollte gut zum Nachnamen passen und sich nicht widersprechen - gerade bei Jungs, die ja in der Regel ihren Nachnamen ihr Leben lang behalten. Idealerweise achtest Du darauf, dass der letzte Buchstabe des Vornamen nicht der erste des Nachnamen ist. Das ist oft problematisch und unvorteilhaft in der Aussprache.

Ausserdem ist es sinnvoll darauf zu achten, ob und welchen Sinn gegebenenfalls die Kombination Vorname - Nachname macht. Wenn zum Beispiel der Nachname Schweiss ist, halte ich es für eher unglücklich, den Jungen den Vornamen Axel zu geben. Axel Schweiss führt mit Sicherheit zu Hänseleien, was sich sehr negativ auf die Psyche Deines Kindes auswirkt.

Wenn es mehrere Geschwister gibt, ist es ausserdem immer schön, wenn die Geschwisternamen zueinander passen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Thema Spitznamen. gibt es Spitznamen zum ausgewählten Namen. Welche sind das? Wollt ihr das überhaupt? Ist ein Spitzname erwünscht?

Die Macht der Kraft des Vornamen

Sei Dir auch darüber im Klaren, dass Vornamen immer auch mit einer symbolischen Bedeutung, dialektischer und gegebenenfalls sogar fremdsprachlichen Bedeutung behaftet sind. "Lisa" bedeutet auf Griechisch "Krätze". "Barbara" symbolisch "Fremde" und "Astrid" in der Pfalz "Arschtritt". Manche sind überzeugt, dass ihr Name an ihrem Schicksal Schuld ist.

Ob Aberglaube oder nicht, Deine Kinder werden es Dir auf jeden Fall danken, wenn ihr Name mit etwas Positivem und Schönem verbunden werden kann. Daher achte bei der Wahl auf die Bedeutung der Namen. Im Internet gibt es sehr viele Einträge zu diesem Thema und Du kannst sehr schnell die Bedeutung, Beliebtheit und Herkunft von Namen herausfinden.

Im Freundeskreis kann man sich auch prima inspireren lassen. Man muss ja nicht exakt die gleichen Namen wählen wie die Freunde. Eine weitere tolle Inspiration ist der eigene Familienstammbaum. Die Namen der Tanten oder änliches.

Dann lange solltet ihr ein lange Liste mit schönen Namen zusammen bekommen und in besten Falle bleibt am Ende einer übrig.

Ich hoffe, Ihr seid bei der Suche und bei der Namensfindung erolgreich.

- Gemeinsam werden wir kugelrund! -

30. SSW | Inkontinenz in der Schwangerschaft

Hallo ihr Lieben und Herzlich Willkommen in der 30. Schwangerschaftswoche!

Mein Baby wiegt jetzt ungefähr 1400 Gramm und ist circa 40 Zentimeter gross. Das ist ungefähr so lange wie der Unterarm bis zur Fingerspitze. Es ist mittlerweile weniger aktiv als in letzter Zeit, was damit zusammenhängen kann, dass es sich langsam in Geburtsposition dreht und generell einfach nicht mehr so viel Platz hat im Bauch.

Heute möchte ich gerne ein paar etwas unangenehme, aber wichtige Dinge besprechen:

Pilzinfektionen
Ab der 30. SSW ist man etwas empfänglicher für Pilzinfektionen, daher ist etwas mehr Hygiene um diese Zeit besonders wichtig.

Inkontinenz in der Schwangerschaft
Erstgebärende haben das Problem in der Regel nicht. Aber so ab dem zweiten, dritten oder vierten Kind, kann es passieren, dass man ab der 30. SSW beim Lachen, Niesen, Husten etc. etwas unkontrollierten Harnabgang verspürt.

Keine Sorge, das geht jeder Frau so, ihr seit damit nicht alleine und nach der Geburt wird das wieder weg gehen. Gerade wenn man regelmäßig Rückbildungsgymnastik praktiziert.

Sodbrennen
Sobald das Baby über 1000 Gramm wiegt, braucht es enorm viel Platz im Mutterleib und quetscht natürlich alle inneren Organe der Mutter zur Seite. Darunter auch den Magen, weshalb zum jetzigen Zeitpunkt Sodbrennen eine der häufigsten Beschwerden werdender Mütter ist. Das Sodbrennen kann wieder zu verstärkter Übelkeit und Erbrechen führen.

Linea Negra
Die Linea Negra ist die braune Linie, die fast alle schwangeren Frauen haben und die bis zum Bauchnabel hoch verläuft. Ich habe sie nicht. Bei mir fehlt sie in dieser Schwangerschaft bisher. Die Linea Negra tritt durch die hormonelle Veränderung im Körper auf und verschwindet wieder nach der Schwangerschaft. Sie ist nichts, weshalb Du Dir Sorgen machen musst. Sie ist harmlos und hat keine negative Auswirkung auf Dich oder das Baby.

Abschliessend noch einen kleiner Hinweis:

Mutterschaftsgeld
Berufstätige Frauen gehen ab der 32. Schwangerschaftswoche bis acht Wochen nach der Geburt in den Mutterschutz und bekommen für die Zeit des Mutterschutz auch Geld. Das muss man aber bis spätestens zur 32. SSW beantragen. ich selber habe damit leider keine Erfahrungen, da ich noch nie in einem Festangestelltenverhältnis gearbeitet habe.

Weiterer "Papierkram" der spätestens nach der Geburt erledigt gehört:

- Geburtsurkunde
- Krankenversicherung für das Kind
- Elterngeld muss beantragt werden
- Kindergeld muss beantragt werden

Das sind alles zusammen ziemlich viele Formulare, die man zusammentragen und ausfüllen muss. Damit ihr euch nach der Geburt nicht um alles auf einmal kümmern müsst, empfehle ich euch, jetzt schon damit zu beginnen, die Formulare zusammen zu tragen und auszufüllen, was ihr bereits vor der Geburt ausfüllen könnt.

So ihr Lieben, ich hoffe mein Beitrag hat euch gefallen und ich hoffe, wir sehen uns nächste Woche wieder!

Tschüss und Ciao!

Gemeinsam werden wir kugelrund

Euere Laila

29. SSW | auf das Baby vorbereiten

Hallo ihr Lieben!

Heute erzähle ich euch, wie ihr euch in der 29. Schwangerschaftswoche am besten mental auf das Baby vorbereitet.

Wir sind jetzt im letzten Schwangerschaftsdrittel, ein weiterer Meilenstein. Herzlich Willkommen im achten Monat 🙂

Damit sind wir eigentlich schon auf der Zielgeraden zu unserem Baby. Es ist ein guter Zeitpunkt, um einmal zu schauen, ob alles so verläuft, wie man sich das selber wünscht. Ob alles so aufgeräumt ist und bereit ist für das Baby. Ich habe in jeder Schwangerschaft immer an einem Punkt festgestellt: Mensch da sind doch ein paar Dinge, die würde ich gerne verändern. Es gibt ein paar Dinge, die würde ich gerne klären, aufräumen oder ausmisten. Das sind praktische Dinge, aber auch Dinge die über das Praktische hinaus gehen, einfach um dem Baby den Weg zu eben.

Daraus habe ich jetzt aus meinen letzten Schwangerschaften eine persönliche "Best-of" Liste von Dingen entwickelt, die man einfach nochmal überdenken kann bevor das Baby kommt.

Heute verrate ich euch meine persönliche "Best-of" Liste:

Fangen wir einmal ganz praktisch an mit Fragen, die Dein zu Hause betreffen, dem Ort, in den das Baby hineingeboren wird.
Weisst Du, wo Dein Baby schlafen wird? Hast Du alles schon vorbereitet? Weisst Du schon den Raum, in dem Dein Baby sein wird? Das sind erst einmal so ganz grobe Sachen. Das beinhaltet die Möbel und alles was Du für Dein Baby brauchst. Die Erstlingsausstattung hatten wir ja schon besprochen.

Dann gehts aber darüber hinaus um die Ordnung. Ich will jetzt nicht sagen, dass jeder die perfekt aufgeräumte Wohnung haben soll, aber eine gewisse Ordnung im Haus bedeutet auch gleichzeitig Ordnung im Kopf. Das klingt vielleicht erst einmal komisch, wenn man das nicht kennt, aber vielleicht kennt man das ja, dass man aufräumt und sauber macht und dass man sich dabei total gut fühlt und selber sauber und aufgeräumt fühlt.

Ich finde es befreiend, wenn man sich an Chaos Ecken heranwagt. Jeder hat Mal irgendwo eine Chaos Ecke und die zu beseitigen, die aufzuräumen, schafft irgendwie eine Struktur, die es Dir ermöglicht, frei zu sein für andere Dinge.

Zum Beispiel: ich habe einen riesigen Berg an Schminke. Ich horte Schminke. Teilweise Schminke, die ich gar nicht mehr benutze. Es ist unübersichtlich. Wenn ich mich morgens schminke und ich will einen Lippenstift haben, bin ich teilweise fünf Minuten damit beschäftigt, die richtige Farbe zu finden. Und warum? Weil ich da teilweise vier Jahre alte Lippenstifte habe, die schon ranzig sind und die ich nicht brauche und nicht mehr benutze. Aber sie hindern mich morgens dabei, mich schnell fertig machen zu können.

Wenn ich mich jetzt also an meinen Schminkberg heranwage - was als nächstes auf meiner To-do Liste steht - werde ich hinterher wahrscheinlich nur noch eine Hand voll Produkte haben, die ich brauche und die ich liebe. Das macht es mir morgens leichter, meine Struktur zu finden und mich schnell fertig zu machen. Das dauert sicher ein bis zwei Stunden und es wird sicher auch Spass machen. Das ist zugegeben ein sehr abstraktes Beispiel zum Thema "Chaos Berge beseitigen".

Ein anderes Beispiel: Mein Vorratsschrank in der Küche ist voll mit Lebensmitteln. Lebensmittel, die ich teilweise vor Jahren einmal gekauft habe. Davon ist wahrscheinlich schon die Hälfte abgelaufen. Der Schrank ist ein hoher Schrank. Um an die oberen Fächer zu kommen, muss ich auf eine Leiter klettern. Auf die Leiter klettere ich nie, deswegen benutze ich die Sachen, die dort oben sind auch nicht. Ich wette, wenn ich da demnächst hinauf klettere, werde ich wahrscheinlich Tomatensoßen entdecken, die schon zwei Jahre abgelaufen sind. Der Schrank ist eigentlich ein Vorratsschrank, mit dem man gar nicht viel anfangen kann. Er hilft einem nicht beim Kochen und der Inhalt ist einfach nur Chaos.

Das sind so Sachen, die kann man beseitigen und da kann man sich einfach eine Liste machen von kleinen Chaos Bergchen in der Wohnung, die es sich lohnt aufzuräumen.

Passend dazu: Sachen weggeben. Verschenken, verkaufen, ausmisten. Das können Kleidungsstücke sein, die man eigentlich nie anzieht, die aber Platz im Kleiderschrank wegnehmen. Das kann irgendwelches Gerümpel sein, das man in Ecken herumstehen hat, sei es die achtzehnte Vase, die im Regal als Dekoration dienen soll und man merkt, dass man sie weder schön noch sonst etwas findet. So ist eigentlich nach einer Weile, wenn man wo wohnt, das Haus voll von Dingen, die sich angesammelt haben, mit denen man aber nichts anfangen kann. Und das fühlt sich gut an, wenn man Mal sagt: Weg damit! Einfach verschenken, verkaufen, weggeben, spenden oder was auch immer. Das habe ich in jeder Schwangerschaft so gemacht, deswegen habe ich relativ wenig "Gerümpel", aber es ist trotzdem immer toll, wenn ich einige Sachen weggebe.

Und dann gibt es so Sachen, die hat eigentlich jeder in seinem Leben. Dinge, die man ändern möchte und die man ewig vor sich herschiebt und dann doch nie tut. Es wäre jetzt ein guter Zeitpunkt die Sachen jetzt mit Elan in Angriff zu nehmen, weil wenn das Baby erstmal da ist, hat man keine Zeit mehr.

Das können so Sachen sein, wie Stromanbieter wechseln, oder den Handy-Vertrag. Vielleicht hast Du ja einen alten Handy-Vertrag und willst seit Ewigkeiten den Handy-Vertrag ändern, weil Du einfach nicht unbegrenzt surfen kannst, aber trotzdem viel mehr zahlst als all Deine Freunde. Oder ein anders Beispiel: Ich bekomme seit Wochen Post vom Schwimmclub, wo mein Sohn einfach nicht mehr hingeht und ich muss ihn jetzt da abmelden. Ich habe mir das fest vorgenommen, ihn jetzt diese Woche noch da abzumelden. Denn nur weil ich es aufschiebe ändert sich der Zustand ja nicht und ich muss trotzdem die Gebühr weiter zahlen.

Und so gibt es Kleinigkeiten, die man vor sich herschiebt und die einem auch Chaos im Kopf machen, weil eigentlich sollen wir ja, wenn das Baby kommt, frei im Kopf sein.

Das waren jetzt erst einmal praktische Tipps. Aber da gibt es ja auch noch andere Bereiche im Leben wo man eventuell das ein oder andere "aufräumen" kann. Da würde ich jetzt gern einmal mit dem Thema Freundschaften anfangen. man hat in der Regel enge Freunde und weiter entfernte Freunde und dann hat man in der Regel viele Bekannte. In meiner ersten Schwangerschaft habe ich festgestellt, dass in meinem Bekanntenkreis relativ viele Leute sind, die mir nicht so gut tun. Da waren zum Beispiel viele, die immer nur Party machen wollten und auch enttäuscht waren, wenn ich keinen Alkohol mittrinken mochte. Dann gab es da auch jemanden, den ich zwar sehr mochte, aber er wollte immer von mir Geld geliehen haben und das war dann immer ein Problem, es zurück zu bekommen. Diese "Freundschaft" hat sich nicht richtig gut für mich angefühlt. Damals hatte ich auch eine "Freundin", die zwar nie für mich da war, aber immer ihr grosses Leid geklagt hat und dafür viele Stunden in Anspruch genommen hat. Umgekehrt wäre ich nie auf die Idee gekommen mit ihr über meine Probleme zu reden, weil sie selbst einfach so viele Probleme hat. Das sind alles Menschen, die braucht man als Mutter nicht unbedingt im näheren Umfeld.

Für solche Menschen hat man weder die Kapazitäten noch die Zeit und auch nicht die Nerven. Man braucht die eigene Stärke für sich und für seine Familie . Für mich war das damals so, dass ich mich von einigen Leuten getrennt habe und zwar gar nicht im Bösen. Ich habe mich einfach innerlich distanziert und aufgehört sie eng in mein Leben zu lassen. Meine Schwangerschaft hat die Prioritäten verändert. Das tat zwar am Anfang etwas weh, weil man sein Leben ja schätzt und liebt, wie es gerade ist. Letztendlich hat mir aber gerade das gut getan.

Das habe ich dann auch in allen weiteren Schwangerschaften so gemacht, dass ich mir überlegt habe, wer sind die Freunde, die ich um mich habe? Sind es gute Freunde? Sind es echte Freunde? Tun sie mir gut? Passen sie zu meiner Familie? Oder ist da vielleicht doch wieder jemand dabei, der mir eigentlich nur meine Energie nimmt und mich runter zieht und vielleicht doch nicht so der richtige, echte Freund ist. Das ist jetzt in der 29. SSW eine gute Zeit, sich darüber Gedanken zu machen.

Ebenfalls aufräumen kann man, indem man sich mit Leuten aussöhnt. Also einen Streit, der zwischen zwei Menschen im Raum steht, der fühlt sich nicht gut an. Irgendwie belastet einen sowas. Man möchte ja, wenn man mit seinem Baby neu zusammen ist, ja eigentlich nichts im Kopf haben, was irgendwie belastet. Ich hatte einmal einen ziemlich blöden Streit mit einer eigentlich guten Freundin und ich hab da auch einen großen Fehler gemacht. Ich habe ihr dann in der zweiten Schwangerschaft einen ganz langen Brief geschrieben. Es war mir wirklich wichtig, mich wieder mit ihr zu vertragen oder zumindest zu entschuldigen. Leider hat sie die Entschuldigung nicht angenommen, aber für mich hat es sich gut angefühlt, diesen Schritt getan zu haben. Danach konnte ich loslassen und abschliessen. Ich hörte auf mir Vorwürfe zu machen, dass ich es nicht zumindest versucht habe.

Manche haben Konflikte innerhalb der eigenen Familie. Eine Schwester, mit der sie seit Jahren nicht geredet haben oder einen Vater, zu dem sie keinen Kontakt mehr haben. Die Zeit während der Schwangerschaft ist ein schöner Zeitpunkt sich mit Leuten auszusöhnen, die einem wichtig sind oder zumindest den Versuch zu starten.

So ihr Lieben, ich hoffe es war die eine oder andere Anregung dabei, zugegeben, das waren jetzt sehr persönliche Sachen. Vielleicht wollt ihr ja das ein oder andere umsetzen. Vielleicht habt ihr aber auch ganz andere Tipps, die ich hier überhaupt nicht bedacht habt.

Über eure und Tipps freu ich mich.

28. SSW | Rhesusfaktor negativ

Heute möchte ich mit euch über unser Blut reden. Genauer gesagt über den Rhesusfaktor, genannt auch Faktor D. Das sind kleine Proteine, die auf den roten Blutkörperchen sitzen und wenn die fehlen, dann ist man rhesus-negativ und wenn die da sind, ist man rhesus-positiv.

Etwa nur 18 - 20 % der europäischen Frauen sind rhesus-negativ, aber ich gehöre dazu und deswegen muss ich in meinen Schwangerschaften ein paar Dinge beachten. Das ist auch ganz WICHTIG, dass man die beachtet und darum reden wir heute darüber.

Im Alltag spielt das keine Rolle und eigentlich spielt es auch keine Rolle, wenn eine rhesus-negative Frau mit einem rhesus-negativen Mann ein Baby bekommt. Dann ist das Baby rhesus-negativ und alles ist gut.

Aber ein Problem gibt es, wenn eine rhesus-negative Frau von einem rhesus-positven Mann ein Kind bekommt. Denn dann ist die Wahrscheinlichkeit relativ hoch, dass das Baby rhesus-positiv ist. Während der Schwangerschaft spielt das keine Rolle.

Bei der Geburt kann es passieren, dass sich die Blutkreisläufe der Mutter und des Babys vermischen und dann bildet die Mutter Abwehrstoffe gegen das rhesus-positive Blut des Babys. Und dagegen muss man etwas tun.

Fuer das erste Baby ist das noch kein Problem. Erst nach der Geburt bildet der Körper der Mutter Antikörper gegen rhesus-positive rote Blutkörperchen. Wenn sie dann erneut schwanger wird mit einem rhesus-positiven Baby, können diese Antikörper über die Plazenta zum Baby gelangen. Dort können sie dann die roten Blutkörperchen zerstören. Das hat dann natürlich ganz schlimme Folgen für das Ungeborene. Bis hin zum Tod, Todgeburten.

Übrigens: Bis vor 60 Jahren haben Frauen mit rhesus-negativen Blut, die mit rhesus-positiven Männern schwanger wurden, tatsächlich nur ein Baby bekommen und alle weiteren sind entweder im frühen Kindesalter oder schon im Mutterleib gestorben. Weil man das mit dem Rhesusfaktor einfach noch nicht wusste.

Aber Dank der modernen Technik heutzutage ist das Alles überhaupt kein Problem mehr.

Wir rhesus-negativen Frauen bekommen einfach zwischen der 28. und der 36. Schwangerschaftswoche eine Anti-D Prophylaxe gespritzt. Damit können wir auch so viele Kinder bekommen wie wir wollen. Diese Spritze muss man bei jeder Schwangerschaft erneut gespritzt bekommen.
Und auch bei jeder Fehlgeburt! Jedes Mal, wenn sich die Blutkreisläufe vermischen, braucht man diese Prophylaxe.

Aber, ganz ehrlich? Was ist schon eine kleine Spritze, wenn man im Gegenzug dafür ein gesundes Kind hat.

27. SSW | Richtig schlafen in der Schwangerschaft

Noch kann ich es mit Make-up verbergen: Seit einigen Nächten habe ich gefühlt überhaupt nicht geschlafen. Ich bin ziemlich gerädert, doch in einer Schwangerschaft gehört es wohl einfach dazu, hin und wieder Schlafprobleme zu haben. Deshalb möchte ich heute etwas ausführlicher darüber berichten.

Noch ganz kurz zur 27. Schwangerschaftswoche. Der kleine Krümel wiegt jetzt schon 1 Kilo und das ist ja schon ein ganz schöner Meilenstein. Ausserdem ist er fleissig am toben und hat ganz oft Schluckauf.

Einschlafen ist schwer, durchschlafen ist schwer, morgens lange schlafen ist schwer - insbesondere, wenn es draußen heiß ist. Bei mir hat das ganz viel mit der Schlafposition zu tun. Wer gerne auf dem Bauch schläft, hat das Problem schon seit ein paar Monaten. Ich liebe es, auf dem Rücken einzuschlafen, was nun seit ein paar Wochen nicht mehr gut geht. Wenn ich auf dem Rücken liege, drückt das ganze Gewicht der Gebärmutter auf die untere Hohlvene, was dafür sorgt, dass ich Kreislaufprobleme bekomme. Das klingt nun ein bisschen banal, aber es fühlt sich an, als würde ich ersticken, wenn ich versuche, auf dem Rücken zu schlafen. Ich muss mich dann schlagartig aufsetzen, ans Fenster gehen und frische Luft einatmen. Rückenschlafen geht also mit voranschreitender Schwangerschaft nicht mehr.
Bleiben also nur noch die Seitenlagen übrig. Viele wissen gar nicht warum, machen es aber instinktiv: Es ist besser, auf der linken Seite zu schlafen. Denn rechts von der Wirbelsäule verläuft die Vena cava, die dafür sorgt, dass das Blut im Körper zurück zum Herzen fließt. Sie versorgt also dich und dein Baby mit Sauerstoff und Nährstoffen. Deswegen ist es angenehmer, auf der linken Seite zu schlafen, da so das Blut ungehindert fließen kann.
Von normalerweise vier Schlafpositionen - Bauchlage, Rückenlage, links, rechts - ist nur noch eine geblieben: die linke Seite. Es ist klar, dass man da mit dem Ein - und Durchschlafen Probleme hat.

Ebenfalls schwierig für das Einschlafen ist es, wenn man Sodbrennen bekommt. Seit ein paar Wochen bin ich fest mit im "Sodbrennen-Team". Das einzige, was dagegen hilft, ist abends nicht so spät zu essen. Das wiederum ist gar nicht so leicht. Ein Tipp, der helfen soll: ganz langsam und lange Haferflocken kauen. Wenn ich spät etwas gegessen habe, baue ich mir meine Kissen so auf, dass ich in einer halb sitzenden Position schlafe.

Zu den körperlichen Problemen kommt in der Schwangerschaft noch die seelische Verfassung, die einem beim Schlafen hinderlich sein kann: Heute Nacht hatte ich einen Albtraum darüber, dass ich mein Baby irgendwo vergessen habe, weshalb ich wach geworden bin und dann nicht mehr einschlafen konnte, da der Traum sehr real war. Solche Träume wecken Versagensängste und die Befürchtung, als Mutter nicht gut genug zu sein. Wenn das Gedankenkarussell in der Nacht startet, werden kleine Ängste riesengroß. Ich hatte das in allen Schwangerschaften und glaube, dass ich damit nicht alleine bin.
Ich habe mir angewöhnt, in diesem Fall aus dem Bett aufzustehen, da es nichts bringt, liegen zu bleiben und weiter nachzudenken - da das Ganze mit der Realität nichts zu tun hat. Es hilft mir, durchs Haus zu spazieren, vielleicht eine Milch mit Honig zu trinken - was sowieso ein Hausmittelchen ist, um besser ein- und durchzuschlafen - oder mir einen Tee zu machen, vielleicht etwas Lustiges zu lesen, was mich auf andere Gedanken bringt, oder mir eine Liste zu machen auf der steht, warum meine negativen Gedanken auf keinen Fall stimmen können.

Geteiltes Leid ist halbes Leid, wir müssen da alle durch! Hier ein paar kleine Tipps für besseren Schlaf:

- tagsüber viel bewegen, um abends erschöpft ins Bett zu sinken
- kühle Raumtemperatur, etwa 18°C
- kurz vor dem Schlafengehen nichts mehr essen
- richtige Liegeposition, auf der linken Seite
- vor dem Schlafengehen nicht fernsehen, Handy beiseitelegen, zur Ruhe kommen
- vollkommene Dunkelheit im Schlafzimmer, keine Geräte auf Stand-by

26. SSW | Ab wann Wehen und wie fühlen sie sich an?

Hallo ihr Lieben und herzlich willkommen in der 26. Schwangerschaftswoche!
Heute fange ich gleich mal mit einer Schwangerschaft-Demenzbeichte an: Ich hatte heute Morgen meinen Diabetes-Test beim Frauenarzt und habe ihn einfach verpennt. Schande über mein Haupt, aber ich habe noch zwei Wochen um diesen Test nachzuholen. Aber jetzt interessiert mich natürlich: Macht ihr alle diesen Diabetes-Test? Ich möchte wirklich gerne eure Meinung dazu wissen! Aber lasst uns zur 26. Schwangerschaftswoche kommen.

Erstmal zum Bodycheck: 84 cm habe ich jetzt schon.

Bei mir haben jetzt auch die Übungswehen angefangen. In den anderen Schwangerschaften kamen sie auf jeden Fall früher, aber bei mir ist es jetzt eben in der 26. Schwangerschaftswoche so weit. Übungswehen sind ganz harmlose Wehen, die auch nicht schmerzhaft sind. Sie kommen unregelmäßig und du erkennst sie daran, dass der Bauch für einen kurzen Moment hart wird und vielleicht ein bisschen kribbelt. Man kann am besten auf Übungswehen reagieren, indem man seine Tätigkeit kurz unterbricht, vor allem, wenn es gerade anstrengend ist. Übrigens: Womit man diese Übungswehen auf keinen Fall verwechseln darf, sind Vorwehen. Die sollten erst circa vier Wochen vor der Geburt einsetzen und sind leicht schmerzhaft. Es zieht und man hat das Gefühl, das Baby drückt auf die Blase. Falls diese Wehen schon jetzt bei dir einsetzen, solltest du vielleicht mit deinem Arzt mal darüber reden. Ich will keinem Angst machen, aber man kann im Zweifel lieber einmal zu viel zum Arzt gehen, um Unsicherheiten aus dem Weg zu räumen. Auch, wenn es noch nicht so richtig in diese Woche passt, frühstücken wir das Thema jetzt einfach komplett ab. Es gibt noch die Senkwehen. Die kommen auch circa vier Wochen vor der Geburt, meist zusammen mit den Vorwehen. Diese Wehen sorgen dafür, dass das Baby nach unten gedrückt wird.

Jetzt gerade ist das Baby viel weiter oben, das merkt man am kleinen Magen und am schweren Atmen. Sobald die Senkwehen einsetzen, merkt man auch schon, wie im Oberkörper wieder mehr Platz da ist. Senkwehen erkennt man daran, dass sie schon schmerzhaft sind. Lasst euch aber keine Angst machen, das ist alles auszuhalten! Jetzt noch kurz etwas zu Frühwehen. Sie leiten die Geburt dann tatsächlich ein und sollten nicht vor der 36. Schwangerschaftswoche einsetzen. Starke Rückenschmerzen sind da auch völlig normal, genauso eventuell vorkommender Ausfluss oder Blut. Dann gibt es noch die Eröffnungswehen. Auch sehr schmerzhaft und hat man direkt vor der tatsächlichen Geburt. Spätestens dann sollte man sich auf den Weg ins Krankenhaus begeben. Am unangenehmsten sind wohl die Presswehen. Mir tut jetzt schon alles weh, wenn ich nur daran denke. Sobald die Geburt vorbei ist, folgen die Nachwehen, wobei die Plazenta ausgeschieden wird. Bei meiner ersten Geburt war ich darauf gar nicht vorbereitet und sogar richtig überrascht. Das tut nicht besonders weh, es ist ja sowieso alles sehr geweitet und du bist voll mit Glückshormonen.

So, ich hoffe, ich habe euch jetzt nicht allzu sehr gequält. Ich brauche jetzt erstmal frische Luft! Falls ihr noch Fragen habt, schreibt mir gerne. Ein schönes Wochenende wünsche ich euch!

25. SSW | Wassereinlagerungen

So langsam merke ich die ersten Anzeichen der üblichen Wassereinlagerungen. Sie sind in der Schwangerschaft ganz normal und passieren von alleine. Der Körper lagert einfach mehr Wasser ein. Starke Wassereinlagerungen in einzelnen Bereichen des Körpers nennt man Ödeme. Sie können gegen Ende der Schwangerschaft entstehen. Dagegen kann man zum Glück vorbeugen.

Einige Vorboten sehe ich schon jetzt. Zum Beispiel, dass meine Ringe langsam enger werden. Einen, der vorher leicht abging, kriege ich jetzt kaum noch vom Finger. Gegen Ende meiner Schwangerschaft werde ich auf die Ringe verzichten müssen. Denn es ist nicht gut, wenn das Gewebe eingeengt wird. Das gilt auch für Kleidungsstücke und Schuhe. Ich habe inzwischen eine Schuhgröße mehr. Die alten Schuhe passen mir nicht mehr. Ich muss wirklich auf die zwei, drei Schuhe zurückgreifen, die ich mir eine Nummer größer gekauft habe. Ein kleiner Tipp: Quält euch nicht in enge Schuhe, sondern besorgt euch lieber ein oder zwei Paar eine ganze Nummer größer.

Außerdem solltet ihr sehr viel trinken. Nur weil der Körper voll mit Wasser ist, heißt das nämlich nicht, dass man weniger trinken muss. Im Gegenteil. Je mehr ihr trinkt, desto leichter ist es, das vorhandene Wasser aus dem Gewebe auszuspülen. Ihr solltet jedoch nichts zu euch nehmen, was entwässert, wie etwa Brennnesseltee. Denn dadurch wird auch das Blutvolumen reduziert. Am besten trinkt ihr Wasser, verdünnte Fruchtschorlen oder normale Tees.

Der Schlüssel, um Wassereinlagerungen vorzubeugen, ist eine eiweißhaltige Ernährung. Der Körper braucht jetzt 100 Gramm Eiweiß am Tag - das ist eine ganze Menge. Daher solltet ihr Produkte wie Fleisch, Fisch, Eier, Käse, Milch, oder Joghurt in ausreichenden Mengen zu euch nehmen. Vegetarier müssen besonders darauf achten, wirklich auf die nötige Eiweißmenge zu kommen.

Ein Vorurteil, mit dem ich unbedingt aufräumen möchte: Ernährt euch bitte nicht salzarm, nur weil ihr unter Wassereinlagerungen leidet. Denn das hilft überhaupt nicht. Esst ganz normal weiter und achtet darauf, dass ihr genügend Salz zu euch nehmt. Am besten Jodsalz. Wenn ihr auf Salz verzichtet, kann der Körper das Wasser noch schlechter aus dem Körper ausscheiden.

Jetzt kommen wir zu meinen Lieblingsthema: Sport in der Schwangerschaft. Das ist eine der besten Möglichkeiten, Wassereinlagerungen vorzubeugen. Geeignet sind lange Spaziergänge und alle moderaten Sportarten, wie zum Beispiel Schwimmen. Dabei ist der Körper dem Wasserdruck ausgesetzt. So können sich auch schwere Wassereinlagerungen im Gewebe ablegen. Daher solltet ihr so regelmäßig wie möglich schwimmen gehen - natürlich nicht bis an die Leistungsgrenze.
Sehr wichtig ist außerdem, nicht zu lange zu stehen oder zu sitzen. Wenn ihr sitzt, sollten die Füße wenn möglich hochgelegt werden. Am besten höher gelagert als das Becken. Ich hoffe, ihr habt einen netten Chef im Büro. Wenn die Füße nicht auf den Tisch dürfen, hilft natürlich auch ein Stuhl.

Jetzt rede ich aus meinem unerwünschten Erfahrungsschatz aus der zweiten Schwangerschaft. Ich hatte so geschwollene Füße, dass ich meine Knöchel nicht mehr gesehen habe. Es war ein sehr heißer Sommer und Hitze begünstigt Wassereinlagerungen. Da hat wirklich gar nichts mehr geholfen. Ich habe noch im Bett liegend meine Stützstrümpfe angezogen. Ich bin sogar mit ihnen unter die Dusche gegangen und habe dann ein paar Minuten gewartet, bis sie trocken waren. Das war natürlich erst gegen Ende der Schwangerschaft. Aber das kann auf euch zukommen.

24. SSW | Erkältet in der Schwangerschaft | Was hilft?

Eine Erkältung in der Schwangerschaft ist natürlich nichts Schönes. In der 24. Schwangerschaftswoche hat es mich nun aber auch erwischt. Seit gestern habe ich 38 °C Fieber und leide ziemlich darunter. Trotzdem greife ich noch nicht zu fiebersenkenden Medikamenten, da mein Körper mit den 38 °C noch nicht überfordert ist.

Meist ist Fieber nämlich die Reaktion des Körpers auf Viren oder Bakterien. Diese sollen durch das Fieber abgetötet werden. Wer nun aber fiebersenkende Medikamente zu sich nimmt, verhindert diesen natürlichen Prozess. Der Verzicht auf solche Medikamente ist aber besonders in der Schwangerschaft anzuraten. So kann der Körper auf seine ganz natürliche Art und Weise gegen Viren und Bakterien vorgehen. Ich persönlich verzichte bis etwa 39 °C Fieber auf fiebersenkende Medikamente. Momentan habe ich aber nicht das Gefühl, dass das Fieber noch ansteigen wird und glaube, dass ich in zwei bis drei Tagen wieder gesund bin.

Während meiner 2. Schwangerschaft war das allerdings nicht so. Damals hatte ich eine ganz schlimme Erkältung, mit fast 40 °C Fieber. Das ist mit meinem jetzigen Zustand natürlich keineswegs zu vergleichen. Immerhin kann ich euch gerade noch von meinen Erfahrungen berichten und bin auch sonst noch in der Lage, meinen Alltag zu meistern. Das war damals aber ganz anders. Das Fieber fesselte mich Sage und Schreibe ganze zwei Wochen an das Bett und ein Arzt musste mich zwei Mal besuchen. In dieser Zeit habe ich sehr viel über die Erkältung in der Schwangerschaft gelernt. All das möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten:

Wenn du als Schwangere merkst, dass es dir plötzlich schlechter geht und du dich zunehmens unwohler fühlst, musst du zunächst zwischen einer Erkältung und einer Grippe unterscheiden können. Das hat nämlich deutliche Auswirkungen auf die späteren Schritte und auf die Behandlung.

Eine Erkältung kündigt sich meist über mehrere Tage an. Angefangen mit Gliederschmerzen werden die Symptome immer deutlicher. Langsam entwickelt sich ein unangenehmes Kratzen im Hals und dein Fieber steigt an. Bei der Erkältung passiert das alles in einem sehr langsamen Tempo und die Symptome kommen erst nach und nach.

Eine Grippe hingegen kommt schlagartig. Manchmal sogar von der einen auf die andere Stunde. Dein Wohlbefinden verschlechtert sich in kürzester Zeit und auch das Fieber steigt schier unaufhaltsam an. Vor allem das schnelle Eintreten der Symptome lässt auf eine Grippe schließen und du solltest unbedingt sofort einen Arzt aufsuchen. Wenn du allerdings nicht mehr transportfähig bist - so wie ich damals in meiner 2. Schwangerschaft auch - kannst du einen kassenärztlichen Notdienst in Anspruch nehmen. Diesen gibt es natürlich auch, wenn du Privatpatientin bist, dann nennt er sich aber privatpatientlicher Notdienst. Die jeweiligen Nummern lassen sich ganz schnell im Internet finden und nach einem kurzen Anruf kommt dann auch ein Arzt sehr schnell zu dir nach Hause.

Wenn du dir allerdings unsicher bist, ob du gerade eine Erkältung oder eine Grippe ausbrütest, solltest du auf jeden Fall zum Arzt gehen.

Diese Unterscheidung ist enorm wichtig, da sich eine normale Erkältung oft schon selbstständig mit Hausmitteln lindern lässt - gerade, wenn das Fieber die 38 °C nicht übersteigt. Bei der Erkältung wird außerdem oft empfohlen, auf normale Medikamente zu verzichten. Bei einer Grippe ist der Verzicht auf Medikamente aber meist nicht möglich. Hausmittel bekämpfen die Viren nur unzureichend und auch das Fieber lässt sich nur schwer senken. Dabei ist die Senkung des Fiebers enorm wichtig, da nicht nur du als Schwangere darunter leidest, sondern auch dein ungeborenes Baby.

Wenn du mich schon länger abonniert hast, weißt du bestimmt, wie ich zu Medikamenten in der Schwangerschaft stehe. Deshalb würde ich dir raten, vor der Einnahme jeglicher Medikamente noch einmal nachzulesen, ob dieses Medikament auch tatsächlich für dich geeignet ist. Ich empfehle immer gerne die unabhängige Seite embryotox.de. Dort kannst du dich über alle Medikamente informieren. Im Ernstfall kannst du aber natürlich auch mit deinem Arzt über die Medikamentenwahl sprechen.

Neben den fiebersenkenden Medikamenten gibt es natürlich auch einige Hausmittel, die sich bereits über Jahre bewähren - nicht nur bei mir. Hausmittel eignen sich besonders bei nicht all zu hohem Fieber und stellen auch bei einer medikamentösen Behandlung eine gute Unterstützung dar. Meine Hausmittel-Favoriten sind Wadenwickel. Sie senken das Fieber auf eine natürliche Weise und sind sehr effektiv. Außerdem kann ich Kirschsaft empfehlen - für mich das einzig Gute an einer Erkältung mit Fieber. Er schmeckt nämlich nicht nur richtig lecker, sondern hat auch eine fiebersenkende Wirkung.

Bei einer einfachen Erkältung ist der Verzicht auf Medikamente meist ohne Probleme möglich. Welche Alternativen es zu den herkömmlichen Mittelchen gibt, lasse ich euch deshalb hier wissen.

Bei Husten ist das naheliegendste Medikament natürlich Hustensaft. Allerdings enthält so gut wie jeder Hustensaft Alkohol, was in einer Schwangerschaft natürlich nicht geht. Die einfachste Alternative ist hier der altbewährte Zwiebelsaft. Er schmeckt zwar schrecklich, hilft aber.

Bei Halsschmerzen nehmen viele diese tollen, betäubenden Halsschmerztabletten zu sich, die auch ich wirklich liebe - allerdings nur, wenn ich nicht schwanger bin. Diese Tabletten sind nämlich plazentagängig unnd somit nicht gut geeignet für das ungeborene Baby. Deshalb greife ich bei Halsschmerzen in der Schwangerschaft auf Salbei- und Honigbonbons zurück. Auch heiße Zitrone, Tee oder Milch mit Honig sind bei Halsschmerzen das ideale Mittel. Vor allem der Honig eignet sich gut bei Krankheiten, da er eine antibakterielle und somit desinfizierende Wirkung hat.

Während einer Erkältung oder bei einer Grippe ist genügend Schlaf besonders wichtig. Die Situation ist ja nicht nur für dich, sondern auch für dein ungeborenes Baby eine große Belastung. Genügend Ruhe und Entspannung ist deshalb essentiell.

Damit meine Atemwege freier werden, mache ich bei einer Erkältung außerdem immer ein Inhalation mit Kamille. Dafür fülle ich eine Schale mit warmem Wasser und Kamillentee. Dann halte ich meinen Kopf über die Schale und bedecke ihn mit einem Handtuch. Für etwa fünf Minuten inhaliere ich den entstandenen Dampf. Meine Atemwege sind danach viel freier und ich fühle mich deutlich besser. Wenn du Kamille nicht so gern hast, kannst du das natürlich auch mit Pfefferminztee machen.

In der Schwangerschaft ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit allen wichtigen Nährstoffen und Vitaminen besonders wichtig. Kommt es in der Schwangerschaft dann auch noch zu einer Erkältung, spielt vor allem das Vitamin C eine große Rolle. Mit einer heißen Zitrone kannst du dir dieses Vitamin ganz einfach und ohne großen Aufwand zuführen. Während du krank bist kann es aber auch sein, dass du nur wenig Appetit hast. Das ist ganz normal. Deshalb solltest du dich keinesfalls zwingen, mehr zu essen. Nimm einfach kleine Portionen zu dir, die alle Nährstoffe enthalten.

23. SSW | Mutterbänder schmerzen

In der 23. Woche haben wir einen weiteren Meilenstein geschafft: Das Baby wiegt jetzt 550 Gramm. Das bedeutet, dass ab jetzt die Wahrscheinlichkeit von Woche zu Woche steigt, dass das Baby überlebt, wenn es auf die Welt kommt. Das ist eine schöne Nachricht.
Mein Kleiner ist jetzt sehr aktiv und wenn ihr in der gleichen Woche seid, dann werdet ihr merken, dass es überall gegen tritt: Oben, unten, an den Seiten und viel und wild. Und es ist auch nicht in einer festen Position - das kommt erst später, wenn der Platz enger wird. Denn noch hat es ganz viel Platz und kann Purzelbäume schlagen und sich austoben.
Und dann fängt das Baby jetzt an, ganz konkret zu hören. Also es kann ja schon länger hören und kennt Deine Stimme, Deinen Herzschlag aber es fängt jetzt an, unterschiedliche Tonlagen voneinander zu unterscheiden. Und besonders gut können Babys männliche Stimmen wahrnehmen, weil die von Natur aus in der Tonlage tiefer sind.

In den letzten Tagen habe ich total das Gefühl, dass mein Bauch unfassbar gewachsen ist.
Habe ich es nicht gesagt? Wieder ein Zentimeter mehr: Mein Bauchumfang liegt jetzt bei 83 Zentimetern. Der Zuwachs hat es in sich. Ich muss auch immer so sitzen, dass ich das Gefühl habe: So kann ich meinen Bauch irgendwie festhalten. Dann haben bei mir jetzt letzte Woche die Mutterbänder zu schmerzen angefangen, ich erkläre das einmal kurz, weil das kennt sicher fast jede Schwangere aber weiß vielleicht nicht, den Schmerz einzuordnen:
Die Gebärmutter muss ja in einer stabilen Position sich befinden, sie soll sich ja nicht drehen oder wenden sie muss stabil sein. Und damit sie in ihrer Position bleibt gibt es die Mutterbänder. Die setzen unten beim Schambein an und halten die Gebärmutter quasi in ihrer perfekten Position. Natürlich müssen die wachsen und sich ausdehnen in der Schwangerschaft weil die Gebärmutter wächst und sich ausdehnt. Sie sind enormen Zukräften ausgesetzt. Das kann Dehnungsschmerzen und Ziehen und Stechen hervorrufen. Es fühlt sich für mich so an wie Seitenstechen. Seitenstechen hat man ja an den Seiten wenn man zu schnell läuft und falsch atmet dabei und das ist der gleiche Schmerz nur im Schambereich und Unterbauch. Bei mir entsteht der auch, wenn ich mich zuviel bewege. Wobei das auch von Tag zu Tag unterschiedlich ist. Mal kann ich einen Kilometer laufen und Mal merke ich nach 200 Metern es geht gar nichts mehr. Und wenn nichts mehr geht, dann muss ich mich auch hinsetzen und mich ausruhen, da die Mutterbänder so unangenehm schmerzen. Das wird auch empfohlen. Die Dehnungsschmerzen sind harmlos. Man sollte aber inne halten und dem Körper ein paar Minuten Zeit geben. Zuhause kann sich auch eine Wärmflasche auf den Bauch legen, denn Wärme hilft. Man kann auch in die Badewanne gehen. Wärme hilft, Ruhe hilft, man kann auch die Beine hochlegen oder den Körper flach hinlegen.
Wenn ihr Fragen habt, dann schreibt mir gerne!

lailas baby